Auch im Rückspiel der TS Lichtenfels gegen den ungeschlagenen Bezirksoberliga-Tabellenführer SG Rödental waren die TSL-Männer ein echter Prüfstein für das Spitzenteam aus dem Coburger Raum. Wenngleich die Gastgeber die Rödentaler nur 20 Minuten lang im Griff hatten, verschaffte sie sich damit bei Trainer, Fans und auch gegnerischen Anhängern mächtig viel Respekt. Am Ende siegte die Routine und individuelle Klasse der Gäste, die sich mit einem 38:30-Auswärtssieg verabschiedeten.


Große Kulisse - hohes Niveau

Ein sehr großes Publikum wurde Zeuge einer vor allem in der ersten Halbzeit niveauvollen Bezirksoberliga-Partie, das viel spielerische Klasse von beiden Seiten zu bieten hatte.
Das Fehlen von TS-Goalgetter Andreas Kraus wirkte sich nicht zu negativ auf das TS-Spiel aus. Mit Jonas Höfner hatte Lichtenfels im Rückraum einen ganz gefährlichen, starken Mann auf dem Feld, den die SG-Abwehr nie richtig in den Griff bekam. Höfner sorgte nach fünf Minuten für den 2:3-Anschlusstreffer und für die erste TS-Führung zum 6:5 (9.).
Die Korbstädter überzeugten mit viel Druck, kreativen spielerischen Elementen sowie Stabilität und guter Beinarbeit in der Verteidigung. Sehr wenig richteten bis dahin die SG-Torhüter aus, die am 7:10-Rückstand ihres Teams nicht ganz schuldlos waren.


Opitz und Rödel stark am Kreis

Bei der TSL überzeugten auch Nevin Opitz und Philipp Rödel am Kreis. Carsten Hansen brachte Struktur in den Lichtenfelser Angriff. Rödel unterstrich mit dem 12:9 (17.) die Überlegenheit der Gastgeber, die ein super Spiel ablieferten und das Konzept ihres Trainers sehr gut umsetzten. 20 Minuten waren verstrichen, da sorgten allerdings Fabian Cichon, Sergey Trotsenko und Stefan Fladt auf Rödentaler Seite für das 13:13. Rödental bestrafte mit Konterspiel die häufigen technischen Fehler der Lichtenfelser, die mehrere Angriffe regelrecht verschenkten. Zur Halbzeit war die Cudd-Mannschaft auf dem Boden der Tatsachen gelandet - 16:20 lag sie zurück.


Rödentaler nach der Pause souverän

In Hälfte 2 gab sich der Gast keine Blöße mehr, wenngleich sich die Turnerschaft tapfer wehrte und nie den vorzeitigen Verlierer abgab. Szenenapplaus erhielten die beiden Torhüter Andreas Lutz und Nicholas Cudd, die der SG beste Chancen raubten und ihm dadurch die "40er-Marke" vermasselten. Nach einem Konter zum 23:17 (34.) brachte Lukas Tremel per Siebenmeter und vom Rückraum sowie Carsten Hansen die TSL nochmals auf vier Tore heran. Am Ende leisteten sich die "Turner" aber zu viele Fehler, um den knappen Abstand zu verteidigen. Souverän erhöhte der Gast weiter, wenngleich die 30 Gegentore, die er kassierte, nicht unbedingt von einer meisterlichen Abwehr sprachen.


Die Statistik

TSL: Lutz, Cudd - Rödel (2), Rießner, Brunner, Schulze, Hansen (4/1), Schröck (2), Tremel (7/2), Mahler, Höfner (11), Opitz (4) / SGR: Bittermann, Fleischmann - Riedel (6), Metz (2), Fladt (8/1), Trotsenko (8), Chr. Schuhmann, Günther, Eberlein (1), St. Schuhmann (4/2), Cichon (6/1) / SR: Balzer (Gefrees), Gruner (Marktsteft)