Die HG Kunstadt hat am Samstag um 16.30 Uhr gegen die SG Marktleuthen/Niederlamitz die bisher höchste Auswärtshürde der Saison zu nehmen, wenn es zum Duell Dritter gegen Zweiter kommt.


TV Weidhausen - TS Lichtenfels

Erwartet wird ein klassisches Derby, das hart umkämpft sein wird und über dessen Ausgang die Tagesform entscheidet. "Der TVW hat mit den Büttner-Brüdern und Daniel Recknagel sehr erfahrene Leute im Team. Das ist sehr viel Wert. Im Gegensatz dazu haben wir viele junge Spieler und außer Andreas Kraus keinen echten Routinier in unseren Reihen", sagt TSL-Trainer Nicholas Cudd. In den vergangenen Aufeinandertreffen hatten die Lichtenfelser lediglich einen Punkt gegen die Steinberger-Truppe errungen. "Steinberger wird seine Abwehr sicherlich variabler spielen lassen, als jüngst Zelenov die der HG Kunstadt. Dadurch werden wir mehr gefordert", erwartet Cudd.
Die TSL will aus dem etwas unglücklich verlorenem Derby in Kunstadt ihre Lehren ziehen. Individuelle Fehler - vor allem in der Abwehr - dürfen nicht mehr passieren. Und an die taktischen Vorgaben von Cudd hielten sich die Korbstädter in vielen Teilen nicht. Ansonsten bekamen die Lichtenfelser zuletzt viele positiven Rückmeldungen über ihre Entwicklung. Umso ärgerlicher ist es, dass die guten Leistungen bisher nur 4:8 Punkte einbrachten.
Es gibt kein Wenn und Aber, dass die TS Lichtenfels gegen den direkt vor ihr platzierten TVW (5:9 Punkte/Rang 7) doppelt punkten muss. Die Partie könnte für beide Teams zum richtungsweisenden Duell werden.


SG Marktleuthen/Niederl. - HG Kunstadt

Für das Team von HGK-Trainer Kostja Zelenov geht es in dieser Partie darum, wer der hartnäckigste Verfolger von Tabellenführers SG Rödental bleibt. Sowohl die Ost-Oberfranken als auch die HGK haben 12:2 Zähler auf dem Konto, ein Favorit ist nicht auszumachen.
Das liegt vor allem am Gastgeber aus Marktleuthen, der in dieser Saison schon viel Selbstvertrauen hat tanken können und eine ganze Region hinter sich weiß. Nach Jahren des "Mitschwimmens" ist die neu gegründete Spielgemeinschaft aus Marktleuthen und Niederlamitz in diesem Jahr zu einer echten Bezirksoberliga-Größe herangereift, die über viel Potenzial verfügt. Trainer Ingo-Ludwig Hammer hat beispielsweise mit dem jungen Erik Hammer, Christian Reinel und Jakob Kassing für die Offensive und dem starken Patric John zwischen den Pfosten einen Kader beisammen, der sich bisher nur dem Spitzenreiter aus Rödental geschlagen geben musste - und das mit 27:28 denkbar knapp.
Für die HGK wird die Partie in der städtischen Sporthalle von Marktleuthen alles andere als ein Spaziergang. Und auch die eher durchwachsene Leistung der letzten Woche gegen Lichtenfels ließ erkennen, dass die Mannschaft um Hannes Beuerle noch viel Arbeit vor sich hat. Dies gilt beispielsweise für die Abstimmung mit Neuzugang Kamil Piskac, aber auch für die eigene Defensive. Das bisherige Prunkstück schwächelte zuletzt unübersehbar, sodass hier unter der Woche die Trainingsschwerpunkte zu finden waren. Hoffnung macht auf jeden Fall die mögliche Rückkehr von Nicklas Oester in den Kader, sodass zumindest im Angriff wieder mehr Schwung zu erwarten ist. mts