Denn nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie zeigten sich die Männer vom HGK-Trainer Udo Predigerstark verbessert und kamen zu einem hoch verdienten 28:34 (11:19)-Auswärtserfolg in der Bezirksoberliga. Grundlage hierfür war eine bärenstarke erste Halbzeit, in der man sich allen Frust der vergangenen Woche von der Seele spielte.
Überragender Mann auf dem Feld war, wie bereits im Hinspiel, David Jung. Er schraubte mit zwölf Torerfolgen seine persönliche "HaSpo-Trefferbilanz" in dieser Saison auf 26 nach oben. Letztlich war seine Leistung aber auch ein Spiegelbild des Auftritts der gesamten Kunstadter Mannschaft "Wir haben intensiv unsere Schwächen aus den letzten beiden Partien analysiert und überzeugend darauf reagiert", bilanzierte Trainer Udo Prediger zufrieden. Vom Torhüter über die Abwehr bis zur Offensive präsentierte sich die HG in der Tat auf jeder Position stark verbessert.

David Jung setzt Ausrufezeichen

Vom Anpfiff an wollten die Gäste in der Wagnerstadt eine mögliche Verunsicherung nach zuletzt zwei Heimniederlagen erst gar nicht aufkommen lassen. Dem 1:0 der Gastgeber folgte ein erstes Ausrufezeichen zum 1:4 (6. Min.), das vor allem von David Jung gesetzt wurde. Doch im Gegensatz zum Derby gegen Lichtenfels waren die dann folgenden Aktionen des 22-jährigen Rückraumschützen von einer beeindruckend hohen Trefferquote geprägt. Dieser Urgewalt hatte HaSpo zunächst nichts entgegenzusetzen, kam aber nach dem 4:9 (15.) besser ins Spiel, weil Christoph Mayer im Tor einige Bälle zu halten bekam und Stefan Sperner sein Visier richtig eingestellt hatte.

Umstellung in der Abwehr

Dennoch folgte kurz darauf die eigentliche Vorentscheidung der Partie, denn die HG hielt jetzt dagegen und signalisierte diese Charakterstärke mit einer beeindruckenden Körpersprache. Coach Prediger stellte zusätzlich auf eine 5-1-Abwehr um, was die Bayreuther aus dem Konzept brachte. Sichere Kontertore für Kunstadt waren die Folge, und Nicklas Oester setzte dem Ganzen mit seinem Unterarmwurf zum 11:19-Pausenstand noch die Krone auf.
Auch wenn damit die Vorentscheidung gefallen war, kämpften die Gastgeber unverdrossen gegen die drohende Heimpleite, kamen aber auch nicht näher als auf 20:24 (45.) heran. Kunstadt hatte seine Lehren aus den Vorwochen gezogen.

Die richtigen Lehren gezogen

Nicklas Oester zog das Angriffsspiel in die Breite und die eigenen Abschlüsse wurden meist sauber vorbereitet. Hinzu kam ein stark verbesserter Alexander Kießling im Tor, der in den wenigen brenzligen Situationen wichtige Paraden zeigte. Tore von Oliver Oester, Marco Scholz und David Jung ebneten den Weg über 22:28 und 25:32 zum letztlich verdienten 28:34. mts

die Statistik

HGK: Kießling, Swoboda - Jung (12/1), O. Oester (7), N. Oester (4), Scholz (3), Heppner (2), Volk (2), Dück (2), Deuber (1), Maile (1)
HaSpo II: Mayer, Kropf - Sperner (9/1), Krapp (4), Gräßel (4), Abel (4), Kalina (3), Hartmann (3/1), Güth (1), Urban, Murphy
SR: Baumgärtel (Münchberg), Weinmeier (Fichtelgebirge)