HG Kunstadt - SG 1912 Bamberg/Hallstadt

Zugegeben: Am Anfang der Saison war die Liebe der Kunstadter Handballer zur neuen Spielstätte in der Kordigasthalle noch nicht so groß. Im Vergleich zur Obermainhalle sind die Zuschauerränge relativ weit weg und auch das weiche Spielparkett ist gewöhnungsbedürftig. Nach fast der Hälfte der Saison hat sich aber die anfängliche Skepsis gewandelt: Vor allem aufgrund der immer wieder zahlreich zu den Heimspielen strömenden Zuschauer hat sich die Kordigasthalle zu einem Bollwerk entwickelt, das auch beim letzten Heimspiel des Jahres den gegnerischen Angriffen standhalten soll.
Am Sonntag stellt die Spielgemeinschaft 1912 Bamberg/TV Hallstadt diesen Gegner - und als aktueller Tabellenvierter einen nicht zu unterschätzenden obendrein.
Für die HG ist es nach dem Erfolg beim Tabellendritten Marktleuthen somit das nächste Top-Spiel innerhalb einer Woche. Die Leistung aus der Vorwoche macht dabei nicht nur den Kunstadter Fans Mut. Vor allem das Zusammenspiel von Lakiza und Piskac in Offensive und Defensive wird die Gäste vor große Herausforderungen stellen.
SG-Coach Jens Nostheide weiß aber natürlich um die Konterstärke seiner Mannschaft, mit der diese auch die SG Bad Rodach/Großwalbur im Griff hatte. Mit Hering, Schallenberg und Schardt verfügt die SG über eine Vielzahl an gefährlichen Spielern, denen die HGK keine Räume zur Entfaltung überlassen sollte. mts


HC Bamberg II - TS Lichtenfels

Sehr aufbauend waren sie nicht, die vergangenen Vorstellungen der Lichtenfelser Handballer. In der Partie beim Aufsteiger HC Bamberg II, die am Sonntag in der Bamberger Berufschulhalle ausgetragen wird, möchte sich die Mannschaft von Trainer Nicholas Cudd nur zu gerne den Frust von der Seele spielen. Chancenlos ist sie nicht.
So richtig einschätzen können die Korbstädter ihren letzten Auswärtsgegner in 2015 zugegeben nicht. Dessen Bilanz fällt bisher mehr schlecht als recht aus. Trotzdem hat die Mannschaft von HC-Coach Tobias Lutter durch Siege über TV Schönwald, TV Coburg-Neuses und TV Gefrees zwei Punkte mehr auf dem Konto als die TSL. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die HC-"Zweite" Verstärkung aus der Landesliga-Mannschaft bekommt.
Dass es hingegen für Lichtenfels nach dem famosen Saisonauftakt zuletzt nur Niederlagen setzte, liegt auch an dem sehr ungünstigen Spielplan, der dem Cudd-Team fast nur schwierige Auftaktgegner zugeteilt hat. "Neben unseren enttäuschenden Leistungen und Verletzungsausfällen hat dieser Umstand auch dazu beigetragen, dass wir uns jetzt nur auf dem neunten Rang und mitten im Abstiegskampf befinden", so der TS-Trainer.
Mit freiem Kopf und konzentrierter Einstellung möchten die Lichtenfelser in Bamberg eine gute Leistung abliefern und wieder zur Spielfreude zurückfinden, auch wenn die Form durch zu wenig Training gelitten hat. "Wir haben zuletzt zu wenig zusammengespielt, zu unstrukturiert agiert und in hektischen Phasen nicht clever gespielt", resümiert Cudd. Das soll sich in Bamberg ändern. Verkrampftheit und Übermotivation würden genauso wie zuletzt gegen Weidhausen nur zu einem Misserfolg führen. Cudd selbst wird in Bamberg zusammen mit Andreas Kraus als Torhüter fungieren. Diese Position kann zusammen mit einer konsequenten Abwehr die Basis für einen Erfolg stellen, der für die TS Lichtenfels so bitter nötig wäre.