Der TSV Ebensfeld kann weiterhin für die Fußball-Bezirksliga Oberfranken West planen. Vor gut 700 Zuschauern und bei herrlichem Fußballwetter setzten sich die Schützlinge von Trainer Christian Kellner in Stegaurach völlig verdient gegen den TSV Hirschaid durch. Die Hirschaider haben noch zwei Chancen. Die erste am Sonntag gegen den TSV Mistelbach, der gestern gegen den TSV Steinbach-Dürrenwaid mit 0:2 unterlag. Eine dritte Chance gibt es für den Verlierer der Sonntagspartie dann am nächsten Mittwoch gegen den VfR Johannisthal, der sich gestern dem TSV Ludwigsstadt mit 0:5 geschlagen geben musste.

Ebensfelder spielbestimmend

Von Beginn an beherrschten die Ebensfelder das Geschehen, während die Mannen aus der Regnitzau nur reagierten. Oftmals konnten sich die Jungs von Spielertrainer Juan Catalan nur mit Fouls behelfen, was acht gelbe Karten zur Folge hatte. Torwart Hümmer avancierte zum besten Hirschaider, denn er verhinderte vor allem im ersten Abschnitt einen frühen Rückstand gegen Vogel (15.), Popp (16., 24.), Häublein (17.), B.Quinger (27.) sowie Kremer (37.). Hirschaid kam nur selten vor das Gehäuse von Schlussmann Brückner, die Angriffe waren zu zaghaft und harmlos angelegt. Nach 40 Minuten fiel der Führungstreffer für die Ebensfelder: der agile Häublein wurde auf halbrechts freigespielt und überwand Keeper Hümmer erstmals.

Brückner hält die Null

Nach dem Seitenwechsel erwartete man ein Hirschaider Aufbäumen, doch zunächst war Ebensfeld weiter am Drücker. Röder verpasste aus 16 m nur um Haaresbreite, danach verfehlte Popp zweimal das Ziel. Nach einer knappen Stunde wurde die Partie zunehmend ausgeglichener. Zunächst schoss Hirschaids Nicolaus - schön freigespielt - aus 17 m übers Tor. Die größte Chance zum Ausgleich besaß der kurz zuvor eingewechselte Roppelt. Nach kluger Vorarbeit von Zenglein stand er plötzlich am Fünfmeterraum allein vor Brückner, doch dieser konnte reflexartig zur Ecke klären (66.).

Traumtor von Popp

Die Entscheidung zugunsten der Ebensfelder fiel nach 79 Minuten. Zunächst klärte Hümmer noch mit den Fäusten, doch gegen den kapitalen Volleyschuss von Popp aus 18 m war auch er absolut machtlos - ein Traumtor zum 0:2. Doch Hirschaid gab keineswegs auf, marschierte mit dem Mute der Verzweiflung nochmal energisch nach vorne. Ein Treffer gelang jedoch nicht mehr, denn Brückner lenket einen Schuss von Goldfarb gerade noch gegen den Querbalken.
Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel im Ebensfelder Lager keine Grenzen mehr, während die Hirschaider in der Relegations noch um den Ligaverbleib kämpfen müssen. hgü


Die Statistik

TSV Hirschaid: Hümmer - Nögel, Hahn, Mruk (78. Hönninger), Rippstein (65. Roppelt), Beck (21. Zenglein), Goldfarb, Hübschmann, Bartilla, Catalan, Nicolaus / TSV Ebensfeld: Brückner - Lieb, Stölzel, Vogt (76. Dierauf), Amon, Röder (88. Schütz), Vogel (83. Chr. Quinger), Popp, Kremer, Häublein, B. Quinger / SR: Hofmann (Streitau) / Zuschauer: 720 / Tore: 0:1 Häublein (40.), 0:2 Popp (79.)