Der erste Sieg für den FC Lichtenfels in der Fußball-Landesliga Nordwest ist eingefahren. Mit 3:0 bezwang das Team des Trainergespanns Grau/Goller den TSV Karlburg. Entsprechend fiel auch das Fazit von Alexander Grau aus: "Natürlich ist man zufrieden, wenn man 3:0 gewinnt. Letzte Woche in Memmelsdorf haben wir aber wesentlich besser gespielt. Das Ergebnis täuscht etwas über unsere Leistung hinweg. Zu Beginn waren wir zu fahrig und hatten Glück, dass es keinen Elfmeter gegen uns gab. Insgesamt gesehen aber ein verdienter Sieg für uns, da wir wenig zugelassen haben. Wir sind in der Liga angekommen, haben aber noch viel Arbeit vor uns."
Einen "verdienten Sieg" des Aufsteigers sah auch Karlburgs Trainer Uwe Neunsinger: "Die Lichtenfelser wirkten in den ersten 15 Minuten etwas verunsichert, wir waren da aber auch zu wenig torgefährlich."


Karlburg mit besserem Start

In der Anfangsphase sah es aber erst einmal gar nicht danach aus, als sollten die Korbstädter vor 255 Zuschauern im Karl-Fleschutz-Stadion diesen deutlichen Heimerfolg landen können. Die Unterfranken fanden wesentlich besser in die Partie und hatten auch die ersten Torchancen. Nach fünf gespielten Minuten lief Bathon in Richtung Strafraum, zog ab, der Ball klatschte an die Hand eines Lichtenfelser Abwehrspielers. Doch statt auf Strafstoß entschied der Unparteiische auf Ecke. Glück für die Heimelf.


Zollnhofer trifft über "Bande"

Drei Minuten später zimmerte Dynia einen Freistoß aufs Lichtenfelser Gehäuse, der jedoch von einem eigenen Mitspieler entschärft wurde. Nach etwa einer Viertelstunde befreiten sich die Hausherren etwas. Ein erster Versuch von Zollnhofer aus 16 m wurde noch abgeblockt. In der 23. Min. wurde Hönninger am rechten Flügel geschickt, flankte in den Rückraum auf Zollnhofer, der volley abzog. Durch einen Karlburger Rücken als Bande wurde der Ball unhaltbar für TSV-Torwart Hollenbach abgefälscht und schlug zum 1:0 ein.
"Nach dem Tor ist meine Mannschaft zusammengefallen wie ein Kartenhaus. Insgesamt ein bitterer Auftritt. Wir haben viel falsch gemacht", sagte Gästetrainer Neunsinger, der danach einige "Slapstick-Einlagen" seines Teams sah, "die uns komplett das Selbstvertrauen nahmen".


Doppelschlag vor der Pause

Bereits eine Minute später tauchte Hönninger allein vor dem Karlburger Schlussmann auf, scheiterte aber im "Eins gegen Eins". Die Gäste brachten nach dem Rückstand bis zur Pause keinen Fuß mehr auf den Boden. Die logische Folge war dann der Doppelschlag fünf Minuten vor der Pause, der das Spiel bereits entschied. Zunächst schickte Zollnhofer über rechts Goller auf die Reise, dessen Hereingabe fand Fischer, der das Spielgerät zu Scholz abtropfen ließ, und dieser verwandelte zum 2:0. Kurz darauf spielte Zollnhofer einen langen Ball in den gegnerischen Strafraum auf Oppel, der sich gekonnt durchsetzte und zum 3:0 einnetzte.


Rossbach hält die "Null"

Nach der Pause kam der TSV mit neuem Mut aus der Kabine. Doch FCL-Schlussmann Rossbach hielt gegen Bathon und Fenske die "Null". Ein weiterer Versuch von Fenske streifte nur den Außenpfosten. Danach kontrollierte Lichtenfels die Partie aber wieder und verpasste bei etlichen Kontern, vorwiegend über den nimmermüden Oppel, einen noch höheren Sieg. Erst kurz vor dem Ende hatte Karlburg nochmals die Möglichkeit zu verkürzen, doch Fenske und Engelking konnten Rossbach nicht überwinden. So blieb es bei dem auch in dieser Höhe verdienten Sieg für den FC Lichtenfels, der Mut machen sollte für die kommenden Aufgaben.


Die Statistik

FC Lichtenfels: Roßbach - F. Goller, Hellmuth, Schardt, Aumüller (68. Graf), Mex, Scholz, Hönninger, Zollnhofer (80. Hempfling), Oppel, S. Fischer (66. L. Dietz) / TSV Karlburg: Hollenbach - Seubert, Lehofer, Wießmann (60. P. Kübert), Schramm, Fenske, Engelking, Gruber (72. Mehling), Dynia (66. Heßdörfer), Römlein, Bathon / SR: P. Dotzel (Heidenfeld) / Zuschauer: 255 / Tore: 1:0 Zollnhofer (23.), 2:0 Scholz (38.), 3:0 Oppel (40.)