In einer von Anfang an intensiven und interessanten Partie erwischten die Lichtenfelser den besseren Start und hatten auch die ersten Torchancen. Ein Schuss von Gutgesell zischte knapp am Gästetor vorbei, und einen Kopfball von Hönninger lenkte Coburgs Torwart Knoch zur Ecke. Auf der Gegenseite zog Sener aus spitzem Winkel ab, doch Schlussmann Schorn parierte. Nach gut 20 Minuten schossen Hönninger und Aumüller erneut nur knapp am Gehäuse des FCC vorbei. Coburg übernahm in dieser Phase die Kontrolle über das Spiel und war bei Standards eminent gefährlich. Fast hätte es dann auch im Lichtenfelser Kasten geklingelt: Eine Freistoßflanke von Eichhorn in den Strafraum verlängerte Wige unglücklich in Richtung eigenes Tor, doch Schorn kratzte den Ball aus dem Winkel.

Schorn hält seinen Kasten sauber

Kurz darauf legte sich Sener nach herrlichem Pass von Reich den Ball zu weit vor, sodass Schorn noch klären konnte. In den letzten zehn Minuten vor der Pause bekam die Heimelf wieder Oberwasser, traf aber bei Chancen von Aumüller und Oppel auch nicht ins Ziel.

FCL-Blitzstart nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel legte der FCL einen wahren Blitzstart hin. Noch keine Minute war gespielt, da tauchte Aumüller plötzlich rechts auf, seine Eingabe fand Gutgesell und dessen etwas verunglückten Schuss spitzelte Torjäger Oppel aus kurzer Distanz über die Linie. Zwei Minuten später war es wieder Aumüller, der die Schwächen "hinten links" in der Coburger Abwehr schonungslos aufdeckte und diesmal selbst abschloss und traf: mit rechts ins linke Eck - 2:0.
Die Coburger waren zunächst völlig von der Rolle. Hönninger hatte den dritten Lichtenfelser Treffer auf dem Fuß, verzog jedoch knapp. Dann fiel wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer: Graf legte den eingewechselten Sam unnötigerweise im Strafraum, und Reich verwandelte souverän vom Punkt. Doch wer jetzt einen Coburger Sturmlauf erwartet hatte, sah sich getäuscht. Der FCL hielt den Tabellenführer meist weit vom eigenen Tor weg und hatte seinerseits Chancen auf die Entscheidung: Zrenner verpasste aus kurzer Distanz, Zollnhofer setzte eine Flanke an die Querlatte und Püls scheiterte nach Traumpass von Hönninger mutterseelenallein an Knoch.

Sener vergibt Ausgleichschance

Glück hatten die Gastgeber, als ein Freistoß von Sener aus dem Halbfeld Sam fand, der aus fünf Metern völlig frei Schorn in die Arme schoss. Statt des Ausgleichs fiel dann eine Minute später das 3:1. Zollnhofer zirkelte einen Freistoß vom linken Strafraumeck in die kurze Ecke zur Entscheidung.
Negativer Höhepunkt der Partie war dann ein Frustfoul von Beetz an Hönninger. Der sehr gut leitende Referee Kuhbandner konnte nicht anders, als den Coburger Abwehrchef mit Rot vorzeitig zum Duschen zu schicken. In Unterzahl gelang dem Klassenprimus dann auch keine Resultatsverbesserung mehr. limm

Die Statistik

FC Lichtenfels: Schorn - Henkel (57. N. Lulei), Graf, Schardt, Gutgesell (75. Pülz), Scholz, Wige, Hönninger, Oppel, Zrenner (71. Zollnhofer), Aumüller / FC Coburg: Knoch - Westhäuser, Beetz, Heinze, Popp (46. Leo. Scheler), Eichhorn, Tranziska (56. Reußenzehn), Ca. Schiebel, Reich, Sener, Jakob (46. Sam) / SR: Kuhbandner (Tröstau) / Zuschauer: 360 / Tore: 1:0 Oppel (46.), 2:0 Aumüller (48.), 2:1 Reich (58., Foulelfmeter), 3:1 Zollnhofer (82.) / Rote Karte: - / Beetz (83.)