Nach 17 vergeblichen Versuchen haben die Handballerinnen der HG Kunstadt am Samstag ihren ersten Sieg in der Landesliga geholt. Auch wenn der 25:21 (12:11)-Erfolg beim TV Münchberg wenig am Abstieg ändern wird, so zeigte der unbändige Jubel der Spielerinnen von Trainer Udo Prediger nach dem Schlusspfiff deutlich auf, dass dieser Sieg viel mehr wert war als "nur" zwei Zähler.


Rote Laterne übergeben

Für die Kunstadterinnen war der doppelte Punktgewinn vor allem die längst überfällige Belohnung für die engagierte Arbeit der letzten Wochen und Monate, in denen sich der Aufsteiger trotz aller Rückschläge stetig weiterentwickelt hatte. Die Bürde des leeren Punktekontos ist nun von den Schultern der HGK-Frauen genommen. Hinzu kommt, dass die HG durch den Gewinn des direkten Vergleichs aus Hin- und Rückspiel Münchberg auch noch die "Rote Laterne" übergeben hat.
"Für diesen Erfolg haben wir wirklich alle alles gegeben", freute sich Abwehrchefin Stefanie Huber.
Die eine oder andere kritische Phase hatten die Gäste aber zu überstehen. Zwar ging die HG schnell in Führung (3:0, 4. Min.), doch genauso schnell lagen die Gäste wieder in Rückstand (3:4, 8.). Dies sollte aber auch bereits die letzte Führung der Gastgeberinnen bleiben.


Fabienne Seufert überragend

Verantwortlich hierfür war vor allem Fabienne Seufert. An ihr waren die Niederlagen der vergangenen Monate auch nicht immer spurlos vorübergegangen. Sie erwischte jedoch einen Sahnetag. Mit zwölf Treffern war sie die überragende Spielerin in der Halle. Doch auch ihre Treffer zum 7:11 ließen keine Ruhe einkehren, weil sich Kunstadt immer wieder in Unterzahl befand und Münchberg sich über die starke Denise Hüttel natürlich nicht kampflos geschlagen gab. Der Gastgeber rückte Tor um Tor näher, doch die Kunstadterinnen behaupteten bis zur Pause eine knappe Führung. Das 11:12 war der gleiche Stand wie im Hinspiel. Damals schaltete das Team von TVM-Trainer Sebastian Spitzl noch einen Gang höher, am Samstag ließen das die Kunstadterinnen aber nicht mehr zu. Spätestens als die HG von 16:15 (40.) auf 20:15 (44.) davonzog, war der erste Sieg zum Greifen nah. Wichtig war in dieser Phase, dass die HG viele freie Würfe der Gastgeberinnen abwehrte und beispielsweise die Hälfte aller Siebenmeter entschärfte.
Kritisch wurde es nochmals, als die Gäste in den letzten acht Minuten auf Stefanie Huber nach deren dritter Zeitstrafe verzichten mussten. Doch das Prediger-Team gab auch dank des erneut starken Einsatzes der eigenen Nachwuchskräfte die beiden Punkte nicht mehr aus der Hand. mts


Die Statistik

TVM: Thiemt - Hüttel (8), Franke (3/3), Wilferth (2), Sammet (2), Zeitler (2), Klier (1), Dörfler (1), Dittmar (1), Krauß (1), Cerullo, S. Sammet, Erhard / HGK: Dill - Seufert (12/1), Schneider (6), Huber (3), Pitterich (2), Fürst (2/1), Hümmer, Bauer, Baier, Gutsch, Weber, Röschlein, Pühlhorn / SR: Berghammer, Kalina (Bayreuth)