Eine äußerst unglückliche erste Niederlage in der Landesliga kassierte der TSV Ebensfeld am Sonntagnachmittag beim TSV Kleinrinderfeld. Bis vier Minuten vor dem Ende hielten die Oberfranken das Remis, dann schlug der Top-Torjäger der Gastgeber, Dennie Michel, in der 86. Minute mit seinem bereits vierten Saisontreffer zu und verpasste dem Aufsteiger den K.o-Schlag.

Ebensfelder mit Pressing

Die Gäste überraschten die Hausherren mit konzentriertem Pressing und gingen früh auf den ballführenden Mann. Dadurch kamen die Gastgeber, die durchaus zu den Favoriten der Landesliga Nordwest zählen, überhaupt nicht zu ihrem Spiel. Auch der Kleinrinderfelder Stürmerstar Michel war bei den Abwehrspielern des letztjährigen Vizemeisters der Bezirksliga West gut aufgehoben.
Überraschten die Ebensfelder mit ihrer hohen Spielweise, so wurde der Neuling durch die harte Spielweise der Unterfranken etwas überrumpelt.

Gastgeber steigen hart ein

Negativer Höhepunkt war das Einsteigen eines Kleinrinderfelders gegen Florian Häublein von hinten mit dem Ellbogen gegen dessen Rücken. Der 25-jährige Mittelfeldspieler musste darauf verletzt ausgewechselt werden, eine ärztliche Untersuchung ergab glücklicherweise nur eine Prellung.
Das 1:0 in der 36. Min. war dann auch die erste echte Torchance der Hausherren. Eine weite Flanke fand ihren Abnehmer in Philipp Günder, der völlig freistehend zum 1:0 einköpfte.
Die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt und spielten mutig nach vor. Nur zwei Minuten nach der Kleinrinderfelder Führung drang Kevin Popp in den Strafraum der Einheimischen ein, wo er von Simon Sommer umgerissen wurde. Der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Rainer Dierauf verwandelte den Strafstoß souverän zum 1:1.
Die Gäste hätten sogar in Führung gehen können, doch Benedikt Quingers Kopfballaufsetzer wurde von Torwart Jan Johannes mit einem starken Reflex über die Latte gelenkt.
In Hälfte 2 bot sich weitgehend das gleiche Bild wie in der ersten Halbzeit. Die Schützlinge von Trainer Klaus Gunreben ließen die Hausherren kaum ins Spiel kommen, hatten dafür aber die eine oder andere gute Chance.

Eideloth trifft nur den Pfosten

Die Größte besaß Dominik Eideloth nach etwa einer Stunde Spielzeit. Er kam aus etwa zehn Metern Torentfernung völlig frei zum Schuss, setzte das Leder aber nur gegen den linken Pfosten.
Es kam dann so, wie es in vielen Partien geht. Nutzt der Außenseiter seine Möglichkeiten nicht, trifft dafür der Favorit. Doch zuerst verlor der Aufsteiger aus eigener Sicht ziemlich unglücklich Björn Vogel mit der Ampelkarte in der 80. Min. Besonders bitter: In der Szene zuvor pfiff der Unparteiische ein aus Gästesicht klares Foul der Hausherren nicht, worauf die Situation dann zur Gelb-Roten Karte führte.
Die Überzahl nutzten die Hausherren aus und warfen in den letzten zehn Minuten alles nach vorn. In Minute 86 war es dann so weit: Eine Flanke landete bei Dennie Michel im Strafraum, und dieser schob zum 2:1 ein. Dabei blieb es, und trotz einer respektablen Leistung fahren die Gäste mit leeren Händen zurück nach Oberfranken. shu

Die Statistik

TSV Kleinrinderfeld: Johannes - Günder (63. Dietz), K. Engert, Götzfried, Christ, B. Engert (90. Jäger), Sommer, M. Kramosch, S. Kramosch (61. Endres), Michel, Meyer / TSV Ebensfeld: Brückner - Alt (46. Vogt, 87. Ziegelhöfer), Amon, Dierauf, Vogel, Popp, Grünert, Häublein (26. Stölzel), B. Quinger, Eideloth, Lempa / SR: Frank (Erlangen) / Zuschauer: 220 / Tore: 1:0 Günder (35.), 1:1 Dierauf (37., Foulelfmeter), 2:1 Michel (86.) / Gelbe Karten: Meyer, Götzfried, Sommer, Michel, Endres / Dierauf, Alt, Lempa, Popp, Vogel, Stölzel, Eideloth / Gelb-Rote Karte: - / Vogel (80.)