Im Triathlon teilt sich die Szene in die Wettbewerbe der Internationalen Triathlon Union (ITU), dem Weltverband der Triathleten, und dem Vermarktungsunternehmen World Triathlon Corporation (WTC), unter dessen Dach die Ironman-Serien über die Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen), Halbdistanz (auch Ironman-70.3 genannt) stattfinden. In Konkurrenz zur WTC steht noch die Challenge-Serie, ebenfalls ein kommerzieller Anbieter der in Deutschland gegründeten Team-Challenge-GmbH, die Lang- und Halbdistanzrennen wie das sehr bekannte in Roth anbietet.

Kleine Unterschiede

Die ITU betreibt die WM-Serie über die Olympische Distanz (1,5/40/10). In Konkurrenz dazu bietet die WTC seit 2011 verstärkt auch Rennen über die Olympische Distanz an. Die Ironman-Veranstalter nennt diese Serie 5i50. Die Summe der Kilometer ergibt 51,50 Kilometer, woraus sich der Kunstname ergibt. Im Unterschied zu den von der ITU veranstalteten Rennen besteht hier beim Radfahren allerdings keine Windschatten-freigabe.
Am heutigen Samstag wird ein solches 5i50-Rennen in Zürich ausgetragen. Für viele Triathleten eine gute Vorbereitung gegen starke Konkurrenz sich auf kommende Aufgaben vorzubereiten. So auch für den Michelauer Andreas Dreitz. Der Student mit Profivertrag beim Team Erdinger-alkoholfrei gilt als Shooting-Star der Szene in diesem Jahr. Drei Siege, ein zweiter und ein sechster Platz in fünf Rennen über die Ironman-Halbdistanz machen ihn zu einem Titelaspiranten bei der 70.3-Weltmeisterschaft am 7. September im kanadischen Mont-Tremblant.

Um die WTC-Europameisterschaft in Zürich

Neben dem Rennen in Zürich, bei dem die WTC die Europameister ihrer Organisation küren, bestreitet der 25-jährige Oberfranke noch den Alpentriathlon in Schliersee am 2. August über die Olympische Distanz und ein 70.3-Rennen in den USA am 17. August. Beim Timberman-Rennen in Gilford im Bundesstaat New Hampshire war Dreitz bereits im vergangenen Jahr am Start und belegte den dritten Rang.
Doch erst einmal geht es morgen in Zürich um die Europameisterschaft und eine Siegprämie von 3000 Dollar. Bisher sind 19 Profis gemeldet, darunter auch der amtierende 70.3-Weltmeister Sebastian Kienle, den Dreitz beim City-Triathlon in Heilbronn besiegt hatte.

Keine Langdistanz in diesem Jahr

Ob Dreitz aber über die kurze Distanz seine Stärke auf dem Rad ebenso ausspielen kann, muss abgewartet werden. Kienle hat seine Stärke im Laufen, doch auch hier ist der Michelauer besser geworden. Zudem muss man natürlich auch die Schweizer Athleten auf der Rechnung haben.
Seine Saisonplanung hat Dreitz inzwischen abgeschlossen. Nach der 70.3-WM wird der Michelauer doch keinen Langdistanz-Wettkampf mehr bestreiten. Ursprünglich hatte der Oberfranke vor, den Ironman auf Mallorca anzugehen. "Eine Langdistanz wird es heuer noch nicht geben", sagte der 25-Jährige auf Nachfrage. Entweder werde er noch eine Halbdistanz-Wettkampf auf Rügen bestreiten oder die Saison beenden, so Dreitz.