Bei der Europameisterschaft der Triathleten des WTC-Verbandes (World Triathlon Corporation) in Zürich war auch der Michelauer Andreas Dreitz am Start.

Der WTC nennt seine Wettbewerbe "5150", nach der Gesamtlänge von 51,50 km in der olympischen Distanz von 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen. Anders als beim Sportverband ITU (International Triathlon Union) ist bei den WTC-Rennformaten wie auch bei den Ironman-Rennen das Windschattenfahren nicht erlaubt.

Andreas Dreitz vom Team Erdinger-alkoholfrei startete bei den Profis. Das Profifeld war sehr stark besetzt mit internationalen Kurzdistanzspezialisten und so wurde von Anfang an ein sehr hohes Tempo angeschlagen.
Der Olympia-Zweite von London, Javier Gomez, wurde seiner Favoritenrolle gerecht: Der Spanier stieg mit nur fünf Sekunden Rückstand auf den Schweizer Florin Salvisberg aus dem Wasser und blieb auf der Radstrecke an vierter Position liegend in Lauerstellung. Beim Laufen legte der Spanier dann die Karten auf den Tisch: Die Konkurrenz war gegen die sensationelle Laufleistung von Gomez von 32:14 Min. für die zehn Kilometer machtlos. Am Ende benötigte er 1.48:28 Std. Der Schweizer Sven Riederer kam 42 Sekunden später ins Ziel und durfte sich über einen hervorragenden zweiten Platz freuen. Sein Landsmann Ruedi Wild wurde weitere 29 Sek. dahinter Dritter und sorgte für ein tolles Schweizer Gesamtergebnis.


Auf dem Rad nach vorne

Andreas Dreitz lag nach dem Schwimmen im Zürichsee schon über zwei Minuten hinter der Spitze zurück. "Leider verpasste ich es, eine schnellere Schwimmgruppe zu erreichen, konnte mich auf dem Rad jedoch wieder weit nach vorne arbeiten", berichtete der Michelauer.

Mit 53:31 Min. für die 40 km auf dem Rad war Dreitz der Schnellste im Profifeld, insgesamt war es die zweitbeste erzielte Zeit. Bei großer Hitze war dann auf der Laufstrecke nicht mehr viel zu machen. 36:34 Min. für die zehn Kilometer waren die 17.-beste Laufzeit.

"Schließlich erreichte ich als Elfter bei sehr heißen Bedingungen das Ziel. Nun freue ich mich schon auf die nächste EM in knapp zwei Wochen in Wiesbaden", blickt der 24-Jährige auf die 70.3-EM voraus. Dann geht es auf die halbe Ironman-Distanz über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen. Das ergibt in der Summe 70,3 Meilen, nach der diese Rennserie benannt ist.