Punkt 16.30 Uhr fiel am Rathaus der Startschuss. Landrat Christian Meißner, der als Schirmherr fungierte, ging wie immer selbst mit gutem Beispiel voran - und setzte im Vergleich zum Vorjahr sogar noch eins drauf: Lief Meißner 2012 noch die Kurzstrecke, so absolvierte er diesmal mit der Startnummer 1 die Mitteldistanz über zehn Kilometer mit heuer über 200 Läufern. Darüber hinaus standen wie immer eine gut fünf Kilometer lange Distanz (100 Läufer) und der vorwiegend eher den geübten Athleten vorbehaltene Halbmarathon, den immerhin 114 Athleten unte die Füße nahmen.

Für alle Klassen etwas dabei

Durch das flache Streckenprofil eignen sich vor allem die Kurz- und Mitteldistanz auch für eher ungeübte Hobbysportler. Auf dem Pfad der Flechtkultur ging es nach Michelau und wieder zurück nach Lichtenfels. Die Ersten der jeweiligen Läufe, die schnellsten Chefs, die sportlichste Firma, der sportlichste Verein und die sportlichste Schule durften sich über schöne Flechttrophäen freuen. Außerdem gab es auch heuer wieder eine eigene Wertung für die bayerischen Wirtschaftsjunioren.

Klare Siege im Halbmarathon

Deutliche Siege sahen die Zuschauer, die vor allem im Zielbereich am Marktplatz dichtgedrängt hinter der Absperrung das sportliche Treiben verfolgten, beim Halbmarathon. Bei den Männern freute sich Uwe Bäuerlein - beileibe kein unbeschriebenes Blatt - über den zweiten Rang, denn gegen Mitku Seboka von der TS Weismain war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Ohne die Leistung der Konkurrenz herabwürdigen zu wollen, aber der Äthiopier läuft in einer anderen Liga. Fast elf Minuten hatte er am Ende zwischen sich und seinen Verfolgern gelegt.
Ebenso klar gestaltete sich der Halbmarathon bei den Frauen: Nach 1:09:36,0 Stunden kam Sandra Fischer-Paul ins Ziel. Die Vorjahressiegerin verteidigte damit nicht nur ihren Titel, sondern trat ebenso eindrucksvoll auf wie Seboka. Nach fast genau acht Minuten kamen auf den Rängen 2 und 3 Gabi Bastian und Sandra Nossek ins Ziel.
Wie in den Vorjahren war der Flechtkulturlauf eine wunderschöne Zusammenkunft der Generationen. So waren Zehnjährige mit genauso viel Spaß bei der Sache wie jene, die bereits die Sechzig oder gar wie Berthold Wolf von der Turnerschaft Lichtenfels die Siebzig überschritten haben. Apropos zehn: so alt ist auch Bastian Nützel. Die Zuschauer im Zielbereich rieben sich die Augen, als der für den TSV Staffelstein gestartete Junge nach 24:32 Minuten die Ziellinie des 5,4 km langen Rennens überquerte und damit einen tollen fünften Rang unter 81 Läuferinnen und Läufer erreichte.

Hasenberg siegt ganz knapp

Knapp mit eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den Bayreuther Christof Schmidt bejubelte der 1996 geborene, also noch jugendliche Patrick Hasenberg vom TSV Staffelstein, den Sieg über die Zehn-Kilometer-Strecke.
Heuer klappte es auch wieder hervorragend mit der Lautsprecheranlage. Vom Applaus der vielen Zuschauer auf dem Marktplatz, auf dem ein buntes Fest stattfand, und dem Trommelwirbel der Coburger Sambagruppe "Paixao" fühlten sich die Athleten förmlich ins Ziel getragen. Unterschiedlich waren wie immer die Ziele der einzelnen Läufer. Für die einen zählte nur das Dabeisein, andere hatten sich ein zeitliches Ziel gesetzt, und dann gab es eben die sportlich besonders Ambitionierten.
Aufgrund des überschwemmten Oberwallenstadter Wehres und des matschigen Ufers führten die Zehn-Kilometer-Strecke und die erste Runde des Halbmarathons über die Schneyer Eisenbahnbrücke.

Regen forderte Verlängerung

Da der Weg zwischen Flussbad und Turnerbad ziemlich versumpft war, ging es nach der Eisenbahnbrücke außerdem nicht über das Flussbad weiter, sondern Richtung TV Oberwallenstadt, auch bei der 5-Kilometer-Strecke. Die Läufe verlängerten sich dabei nur geringfügig um wenige hunderte Meter.
Hauptorganisator Jürgen Steinmetz vom ASC Burgberg hatte zusammen mit seinem Helferteam den Flechtkulturlauf auch diesmal wieder sehr gut über die Bühne gebracht. Dank, so ein ob des trockenen Wetters erleichterter Jürgen Steinmetz, gelte allen Mitwirkenden. Neben den zahlreichen Helfern nicht unerwähnt sollen die Feuerwehren Burgberg, Wallenstadt und Michelau sowie die DLRG, das BRK und die Verkehrskadetten Lichtenfels bleiben.