Fünf Spiele in Folge eilte der Aufsteiger TSV Ebensfeld (15.) in der Fußball-Landesliga Nordwest von Sieg zu Sieg, sicherte sich so den Relegationsplatz und erreichte das gesteckte Ziel. Zuletzt geriet der Ebensfeld-Express aber ins Stocken. Beim ambitionierten Mitaufsteiger Würzburger Kickers II (2.) unterlag die Mannschaft von Trainer Klaus Gunreben mit 0:3. "Würzburg spielt derzeit mit einer enorm verstärkten Mannschaft. Dafür haben wir sogar noch gut mitgehalten, hatten aber einfach keine Chance", sagt Gunreben.
Dennoch ist der ersehnte Relegationsplatz den Ebensfeldern bereits zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr zu nehmen. Der Traum vom Klassenerhalt lebt: "Die Reaktionen im Umfeld sind natürlich sehr positiv", sagt Gunreben und fügt an: "Wir sind alle angenehm überrascht und hoffen, dass die Mannschaft ihre derzeitige Form halten kann." Somit laufen die Vorbereitungen auf die sicher spannenden Relegationsspiele in Ebensfeld bereits - wie schon im Vorjahr als man sich nach einem echten Marathon den Aufstieg sicherte.
Deshalb rückt wohl insgeheim auch das letzte Heimspiel der laufenden Saison am Samstag um 16 Uhr gegen den FV Kitzingen etwas in den Hintergrund. Gerade aus dem Hinspiel, als sich der TSV erst in der Nachspielzeit knapp mit 1:2 geschlagen geben musste, ist jedoch noch eine Rechnung offen, wie Gunreben bestätigt: "Aufgrund des für uns recht unglücklich verlaufenen Hinspiels sind wir schon richtig heiß auf eine Revanche. Wir streben einen ,Dreier' an."


Zurück in die Erfolgsspur

Das Hinspiel wird in Ebensfeld aber auch mit einem positiven Ereignis in Verbindung gebracht, denn obwohl man noch lange nicht in Bestbesetzung antreten konnte, begann damals wohl der erste Schritt in die richtige Richtung. "Das Hinspiel in Kitzingen war der Beginn unserer starken Phase", sagt Gunreben. Dennoch dürfte gerade auch der kommende Ebensfelder Gast höchst motiviert antreten, da Kitzingen im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt gebrauchen kann. Zum Tabellennachbarn Rimpar hat der FV gerade einmal einen Punkt Vorsprung. Somit darf sich der Gast aus Unterfranken beim TSV keinen Ausrutscher erlauben.
Während der TSV Ebensfeld auf Dominik Scheler verzichten muss, kann sich Kitzingen gerade in der Offensive auf zwei Aktivposten verlassen: Ahmed Bakare (acht Tore) und Sturmkollege Daniel Endres (zwölf Tore) sorgen jederzeit für Torgefahr. Auch Abwehrspieler Christopher Lenhart hat schon acht Saisontore erzielt.
TSV Ebensfeld: Reschke, Brückner; Alt, C. Quinger, Stölzel, Grünert, Popp, Schug, Kremer, B. Quinger, Lempa, Amon, Degel, Gründel, Häublein, Ziegelhöfer, Eideloth, Dierauf, Vogt