Der Baur SV Burgkunstadt strafte die Experten Lügen, die eine Niederlage in Mörslingen vorausgesehen hatten. Die Chancen standen nach den Ausfällen von Sebastian Krötter und Peter Thyroff in der Tat schlecht, doch die Baur-SV-Kegler spielten bärenstarke 3350 Holz. Sie deklassierten die Gastgeber in die Vollen (2262:2183) sowie im Abräumen (1088:1080) und gewannen fünf von sechs Duellen. Damit beenden die Burgkunstadter die Vorrunde der Bayernliga auf Rang 4. Herbstmeister ist Luhe-Wildenau, gefolgt von Kasendorf.


Bayernliga, Herren

SKK Mörslingen -
Baur SV Burgkunstadt 1:7

Die Schuhstädter haben wohl lange gebrütet und einen Plan entwickelt. Sie stellten die stärksten Spieler gegen die Topkegler der Gastgeber - und die Rechnung ging voll auf, was aber auch an zum Teil überragenden Leistungen der Baur-Kegler lag. So kauften die Startspieler im Dress der "Schwarz-Gelben" den Schwaben gleich zu Beginn den Schneid ab, denn sowohl Patrick Kalb (309 Holz auf den ersten 60 Wurf) als auch Ersatzspieler Bernd Schmidt (297) starteten furios. Beide zogen ihr Spiel durch und sicherten sich nicht nur beide Mannschaftspunkte gegen Frank und Nürnberger, sondern sorgten auch für fast 100 Holz Vorsprung. Hervorzuheben sind die 404 Kegel von Kalb in die Vollen sowie erstklassige 214 Räumkegel von "Schmidti", der in seinem ersten Bayernligaspiel ohne Nervosität gleich eine persönliche Bestleistung auf die Bahn zauberte.
Im Mittelpaar ließ Johannes Partheymüller einen Aufwärtstrend erkennen und lieferte sich mit Weber ein heißes Duell. Nach zwei Bahnen stand es 1:1, aber nach Holzzahlen lag der Burgkunstadter klar zurück. Danach aber drehte er auf und schaffte nicht nur den Ausgleich, sondern gewann beide Sätze und damit den Mannschaftspunkt.
Einen schwachen Tag erwischte dagegen Harald Zapf, der nur einen Satz für sich verbuchte und gegen den stärksten Mörslinger Karmann beim 504:565 keine Chance hatte.
Nun galt es, mit den Gästen mitzuhalten, bereits zwei knappe Niederlagen hätten den Sieg bedeutet. Doch nach der Verletzung von Krahammer, der durch Brugger nicht adäquat ersetzt werden konnte, hatte Dieter Kestel in seiner ersten Partie über die volle Distanz leichtes Spiel, zumal er vor allem in die Vollen einen deutlichen Formanstieg erkennen ließ. Trotz elf Fehlern, die es wegzutrainieren gilt, siegte er mit 538:490 Holz und bewies, dass er durchaus eine Stütze sein kann.
Einen Sahnetag erwischte auch Peter Zapf, der ganz starke 201 Kegel im Spiel auf die Einzelnen fällte. Trotz 165 Holz von Steinbinder auf Bahn 3 war der Kapitän der Schuhstädter jederzeit Herr der Lage und ließ seinem Kontrahenten mit 587:551 Kegeln letztlich keine Chance. Der Sieg, der auch in der Höhe verdient war, sollte nun beim letzten Spiel des Jahres in Karlstadt vergoldet werden, wo man sich von den Abstiegsrängen entfernen kann. tc