Die Bayernliga-Kegler des Baur SV Burgkunstadt hatten gegen Goldener Kranz Durach zu knabbern, denn erneut kam das Startpaar der Gastgeber nicht so richtig in die Gänge und lag mit 0:2 und 72 Holz zurück. Doch damit hatten die Gäste, die ohne ihren Topspieler Koberwitz antreten mussten, ihr Pulver auch schon verschossen. Vor allem die Fehlerzahl (13:30) wurde den Durachern zum Verhängnis, wenngleich sie im Abräumen fast gleichauf lagen (1096:1081). So konnten die Schuhstädter auf eigener Bahn auch im dritten Spiel ihre "weiße Weste" behalten und sicherten sich Rang 5.

Baur SV Burgkunstadt -
Goldener Kranz Durach 5:3
(3:3, 3221:3142)
Offenbar hatten die Duracher ihre Hausaufgaben gemacht und entdeckt, dass man in Burgkunstadt bei einer 2:0-Führung eventuell etwas reißen könnte. Denn Zammarato und Heinle zeigten mit 567 sowie 568 Holz auf der Baur-Anlage wirklich großartigen Kegelsport. Die Gäste gingen somit klar in Führung und setzten die "Schwarz-Gelben" mächtig unter Druck.
Das lag vor allem an Peter Thyroff, der zurzeit irgendwie den Kopf nicht frei bekommt. Nach gutem Beginn verlor er völlig den Faden, blieb mit 514 Holz weit hinter den Erwartungen zurück und gewann keinen einzigen Satz. Besser machte es Johannes Partheymüller mit fehlerfreien 549 Holz, wobei er 201 abräumte. Doch gegen Heinle, der mit 310 Holz auf Bahn 1 und 2 einen neuen Bahnrekord erzielte, war einfach kein Kraut gewachsen, sodass der Gast mit 3:1 die Nase vorne hatte.
Im Mittelpaar fuhr Kevin Naujoks einen wichtigen Zähler ein, indem er Wassermann nach verlorenem ersten Satz mit zwei starken Durchgängen den Zahn zog. Dieser glich zwar noch zum 2:2 aus, 534:518 Holz sicherten dennoch den Punkt zum Anschluss. Für den Ausgleich sorgte schließlich der absolut zuverlässige Patrick Kalb, der den völlig überforderten Albinus (479) in Grund und Boden kegelte. 372 Holz in die Vollen und 205 Kegel beim Spiel auf die Einzelnen bescherten Kalb tolle 577 und brachten sein Team auch in der Holzzahl klar in Front.
Den Gästen war anzumerken, dass sie nicht mehr recht an sich glaubten, und so blieben Königsberger (518) und Gebele (492) den Nachweis schuldig, am Ende eine Partie in der Bayernliga drehen zu können. Allerdings muss auch Dieter Kestel an seiner Form arbeiten, denn 498 Holz sind bei knackigeren Gegner nicht ausreichend.
Der Verlust seines Mannschaftspunktes war an diesem Tag jedoch leicht zu verschmerzen, da Mannschaftsführer Peter Zapf absolut nichts anbrennen ließ. Nach drei gewonnenen Bahnen war der Sack zugeschnürt und der dritte Mannschaftspunkt unter Dach und Fach. Mit soliden 549 Holz sorgte er auch dafür, dass der Sieg durch das bessere Mannschaftsergebnis zu keiner Zeit gefährdet war. Nun gilt es, in der kurzen Pause von zwei Wochen durch gezieltes Training die Schwächen abzustellen, um dann in Eibach die Rückrunde in einer aussichtsreichen Verfolgerposition starten zu können. tc