Wenn am Sonntag um 15 Uhr das Spiel der TSL-Handballmänner gegen den HSC Coburg III im Sportzentrum an der Friedenslinde angeworfen wird, dann wissen die Lichtenfelser ganz genau, worum es geht: Gegen den Tabellenletzten zählt nur ein Sieg! Die vielen Fans, die zu dem Duell erwartet werden, hoffen, dass sich die Mannschaft von Hans Borchert diesmal wieder von ihrer guten Seite zeigt.

Ja, dieses Auf und Ab mit der Leistung der Lichtenfelser! Diese Mannschaft ist ganz und gar nicht einzuschätzen. So tut sich auch diesmal die Frage auf, ob es die TSL schaffen kann, den Liga-Letzten, der mit 5:21 Punkten sehr tief im Schlamassel steckt, noch einmal zu besiegen. Ein 26:20 hatten die "Turner" dem jungen Team von Andreas Ißle in der Vorrunde abgerungen. Nötig sind zwei Punkte für die TSL im Abstiegkampf (aktuell auf dem achten Rang), da gibt es keine Diskussion, selbst wenn sich neben Coburg III auch noch Gefrees, Bamberg/Hallstadt und Bayreuth II in dieser kritischen Tabellen-Gegend aufhalten.

Aufhorchen ließen die Coburger in dieser Saison mit dem kürzlichen Sieg über die HG Kunstadt und dem Vorrunden-Remis gegen den TV Weidhausen. Unterschätzt werden dürfen sie in keiner Weise, selbst wenn anzunehmen ist, dass die "Dritte" diesmal keine Verstärkung aus ihrer "Zweiten" bekommt.

Höfner zurück in der Korbstadt

Mit Jonas Höfner, der bisher in der Coburger Bayernliga-Mannschaft noch keinen aktiven Einsatz hatte, treffen die Lichtenfelser am Sonntag auch auf ihren ehemaligen Teamkollegen. Im Hinspiel hatten ihn die Korbstädter sehr gut unter Kontrolle. Torhüter Andreas Lutz hatte sich gegen die Würfe von Höfner in der Vorrunde ganz besonders ausgezeichnet. Es ist zu wünschen, dass Lutz noch einmal dem HSC III mit Top-Leistungen auf den Zahn fühlen kann.

Sein Keeper-Kollege Michael Heide, der zuletzt ebenfalls exzellent hielt, ist zur Zwangspause verdonnert. Er hat sich jüngst im Training einen doppelten Bänderriss am Knöchel zugezogen. Jedoch ist der Dritte im TS-Kasten, Lukas Zapf, glücklicherweise mit am Start.

TSL-Coach Hans Borchert muss versuchen, die Rechtsaußen Wolfgang Schulze, Fabian Fleischhauer und David Günther am Sonntag zu ersetzen. Mit Rudi Eisele und Daniel Pfaff wird diese Position alternativ besetzt. "Die Möglichkeit zum erneuten Sieg gegen den HSC III ist da, wenn wir unsere Nerven in den Griff kriegen und konstant konzentriert agieren", erklärt Borchert. "Man muss aber abwarten, wie das Spiel insgesamt läuft." Auch er kann die Leistung seines Teams im Vorfeld kaum ermessen. Er hofft aber, dass seine "Jungs" nach dem vorabendlichen Turnerfasching auch die nötige Fitness aufweisen.

Die erste Mannschaft der HG Kunstadt ist an diesem Wochenende spielfrei und wird sich intensiv auf das Heimspiel gegen den Klassenprimus vom HSV Hochfranken vorbereiten.