Erst vor einer Woche wurden im Triathlon Mitteldistanz-Europameistertitel vergeben. Waren es im dänischen Herning die Titel der Europäischen Triathlon-Union (ETU) im Rahmen der Challenge-Serie, geht es am heutigen Samstag um die Europameisterschaft des Konkurrenzveranstalters Ironman, der seine Mitteldistanzrennen über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen auf Meilen umrechnet und unter dem Markenzeichen 70.3 durchführt. Die Ironman-70.3-EM findet ebenfalls in Dänemark statt.


Spitzen-Starterfeld

Das Starterfeld am heutigen Samstag in Elsinore rund um das Schloss Kronborg ist aufgrund der Teilnehmer als hochkarätiger einzustufen als das der vergangenen Woche in Herning.
In den vergangenen Jahren wurden die 70.3-Europameisterschaften stets in Wiesbaden ausgetragen. Doch in der hessischen Landeshauptstadt hat man keine geeignete Schwimmstrecke mehr zur Verfügung, so dass die kontinentalen Titelkämpfe nun in Dänemark durchgeführt werden.


Drittes Rennen binnen zwei Wochen

Die deutschen Top-Triathleten sind jedenfalls ganz scharf auf den EM-Titel. Denn das Starterfeld aus Deutschland liest sich wie das Who-is-who der Mitteldistanz-Topathleten. Allen voran der Michelauer Andreas Dreitz. Der 28-jährige Profi vom Team Erdinger-alkoholfrei bestreitet in Dänemark sein drittes Rennen binnen zwei Wochen. Bei der ETU-Europameisterschaft am vergangenen Samstag musste der Oberfranke wegen Nackenproblemen allerdings vorzeitig aufgeben. Auch sein Teamkollege Michael Raelert, der bei "The Championship" vor zwei Wochen eine gute Form bewies, sowie Nils Frommhold und Andreas Böcherer, die sich beim Ironman-70.3 in St. Pölten duellierten, sind in Kronborg am Start. Und auch der Sieger von Herning, der neue ETU-Europameister Patrick Dirksmeier. wird vorne erwartet.
Der Schweizer Ruedi Wild könnte den Deutschen aber einen Strich durch die Rechnung machen. Auch der Schwede Patrik Nilsson hat Potenzial für ganz vorne. Die Franzosen Etienne Diemunsch und Sylvain Sudrie sowie der Österreicheer Andreas Giglmayer wollen jedoch ebenfalls bei der Titelvergabe eine Wörtchen mitreden.
Als Titelverteidger geht übrigens Andreas Dreitz ins Rennen. Physiotherpeutisch behandelt will Dreitz sein Abo als Europameister gerne verlängern, wie er unserer Zeitung bestätigte.