Die Sonne meldete sich noch einmal mit Kraft zurück: Blauer Himmel und T-Shirt-Temperaturen ließen den verkaufsoffenen Sonntag in Bad Staffelstein zu einem großen Erfolg werden. Parkplätze wurden knapp, in der Bahnhofstraße gab es an einigen Stellen kaum ein Durchkommen. Und am Bratwurststand vor dem Rathaus gab es um die Mittagszeit mit rund 15 Metern die längste Schlange.

"Der verkaufsoffene Sonntag im September war immer der ruhigste, aber heute ist das ganz anders", sagt Bianca Geis von "Buch und Papier" in der Bamberger Straße. Kaufen die Leute an solchen Sonntagen andere Dinge als sonst? "Ja", meint sie, "heute werden Dinge gekauft, die schön sind und nicht solche, die man einfach nur braucht. Die Menschen haben Zeit sich Dinge anzuschauen, die Familie ist dabei, man hat Ruhe."

Auch bei Werner Simeoni in der Schnitzstube drängen sich heute die Kunden: "Es sind nicht nur viele Leute unterwegs, es wird auch gekauft. Viele erkundigen sich auch schon nach Krippen und lassen sich beraten." Im Fahrradladen von Hans Höppel ist es etwas ruhiger. Aber auch hier wird Umsatz gemacht. Gerade hat er ein Jugendrad verkauft. "Es nutzen überwiegend Stammkunden die Gelegenheit, heute vorbeizukommen", sagt er. Um die Ecke beim Spitalhaus haben sich wieder Direktvermarkter eingefunden. Der Andrang ist groß: "Unsere Kürbissuppe war nach einer Stunde ausverkauft", sagt Joachim Riemer. Erstmals dabei ist Marc Koberer, der an seinem Stand selbst gefertigte Kämme aus Holz anbietet. "Die Nachfrage ist gut", sagt er. Durch das Wetter? Nein, meint er, seine Geschäfte liefen oft auch dann, wenn das Wetter einmal etwas schlechter sei.