Der ehemalige Schützenmeister der Königlich-privilegierten Scharfschützengesellschaft, Siegfried Jäkel, wurde in der Generalversammlung auf Grund seiner Verdienste um das Schützenwesen zum Ehrenschützenmeister ernannt. Ein Schritt, der aus der Sicht der Anwesenden längst überfällig war. Doch auch sonst war es eine bemerkenswerte Versammlung, deren Programm vier Stunden dauerte.
Neben Alfred Brandmeier ist Siegfried Jäkel nun der zweite, der den Ehrentitel der Königlich-Privilegierten tragen darf. Den hatte man ihm seitens des Schützenamtes bereits früher angetragen, doch Jäkel war der Meinung, es dürfe nur einen Ehrenschützenmeister geben und hatte dankend abgelehnt. Alfred Brandmeier selbst war es jedoch, der schließlich vor versammelter Mannschaft den Antrag auf den Ehrentitel stellte. Überwältigt von der einstimmigen Akklamation beugte sich Siegfried Jäkel dem Beschluss und nahm lächelnd die Standing Ovations und die vielen Gratulationen entgegen, die ihm daraufhin zuteil wurden.

Etliche Ehrungen

Darüber hinaus galt es, zahlreiche weitere Mitglieder zu ehren. Diese Ehrungen wurden seitens der Königlich-privilegierten Scharfschützengesellschaft und des Bayerischen Sportschützenbundes ausgesprochen. Rekordhalter war dabei Günther Reichelt, der den Lichtenfelser Schützen seit 65 Jahren die Treue hält. Für 50 Jahre wurden Heinrich Sabisch und Schützenmeister Erwin Kalb geehrt. Dieser erhielt die Ehrung nur durch den BSSB, da er nach seiner Mitgliedschaft in Redwitz erst später der Lichtenfelser Gesellschaft beigetreten ist. Ferner wurden geehrt: für 40 Jahre Klaus Meyer, Thomas Ernst, Richard Fischer, Manfred Schuberth und Paul Ger des; für 25 Jahre Gerd Oppel, Thomas Pülz und Ilka Engels.

Abzeichen für Treue und Mitarbeit

Mit der BSSB-Nadel "in Anerkennung" wurden Jürgen Erlmann und Helmut Held ausgezeichnet. Die Anerkennungsnadel der Königlich-privilegierten Scharfschützengesellschaft erhielt Marco Spuhler, und das Vereinsübungsleiterabzeichen wurde Ralf Jahn angeheftet.

Die moderne Präsentationstechnik hat Einzug gehalten bei der Königlich-privilegierten Scharfschützengesellschaft. Schützenmeister Erwin Kalb nutzte bei der Generalversammlung den im Schützenhaussaal installierten Beamer zu einer Powerpoint-Präsentation, um seinen Jahresrückblick noch anschaulicher zu gestalten. Auch die Pläne zur Sanierung der Toilettenanlage wurden so den Schützen näher gebracht.
Als herausragende Neuerung im zurückliegenden Jahr stellte Erwin Kalb jedoch das "Bläddla" heraus. Dabei handelt es sich um eine Mitgliederzeitschrift, die bereits fünfmal online an die Schützen verteilt wurde. Auf diesem Weg sei es möglich, die rund 450 Mitglieder aktuell über die wichtigsten Beschlüsse, Neuerungen und Erfolge innerhalb der Gesellschaft zu informieren.
Mit exakten Zahlen analysierte der Schützenmeister die Mitgliederentwicklung. So sind 134 Mitglieder älter als 60 Jahre, 106 sind jünger als 30. "Es gilt im zunehmenden Maße, die Aktivitäten im Bereich Jugend zu stärken. Hilfe hier ist jederzeit willkommen", betonte Kalb.
Aus der Schützenjugend sind Markus Grünewald und Michaela Marx in die Aktivitas übergetreten.

Viele Aktivitäten

Zahlreiche Aktivitäten bestimmten das zurückliegende Jahr. Hier zählte Erwin Kalb eine ganze Reihe von schießsportlichen Veranstaltungen auf. Dazu gehörten die verschiedenen Vereinsmeisterschaften ebenso wie das Schützenfestschießen. Große Beachtung fand auch das Bogenturnier am Herberg. Im Rahmen der Winterchallenge veranstaltete man das größte Western-Indoormatch Deutschlands. Hinzu kamen die vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen wie das Lichtenfelser Schützenfest und zahlreichen Fahrten und Ausflüge. Mit mehreren Werbeschießen bemühte man sich, weitere Interessenten für das Schützenwesen zu gewinnen.

Aus- und Fortbildung

Natürlich kam dabei auch die Aus- und Fortbildung nicht zu kurz. Am Vereinsübungsleiterlehrgang nahmen sieben Aktive teil. Hinzu kamen ein Sachkundelehrgang und ein Pistolenkurs. Auch der Umgang mit dem Defibrillator wurde geübt.

Schützenfest attraktiver machen

Das Schützenmeisteramt ist bemüht, das Lichtenfelser Schützenfest noch attraktiver zu machen. Der "Tag der Betriebe" am Lichtenfelser Schützenfest soll auf zwei Tage verlängert werden. Die Satzung wurde modernisiert, das Jugendzimmer renoviert. Im Bereich der Schießanlage wurde eine Kameraanlage installiert, und an der Aktualisierung der Homepage wird weiter gearbeitet.

Sportliche Erfolge

Was die sportlichen Erfolge anbelangt, so ist derzeit Axel Richter das Aushängeschild der Gesellschaft. Er errang bei der Weltmeisterschaft in Tschechien drei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Hinzu kamen zahlreiche Siege bei der Deutschen und der Bayerischen Meisterschaft.
Insgesamt verzeichneten die Lichtenfelser Schützen 183 Starts bei den BSSB Meisterschaften und 142 Starts bei den BDS Meisterschaften. Auch sechs Bogenschützen nahmen an Meisterschaften teil. Bestätigt wurden diese Erfolge durch den Sportleiter Christian Thiel und den BDS-Beauftragten Horst Göring. Bei der Deutschen Meisterschaft sicherte sich Matthias Heft den Titel (Speed Single Action Revolver), einen zweiten Platz (100m Präzision, Matchsportgewehr) und einen dritten Platz (100m Präzision, Präzisionssportgewehr) sicherte sich Christian Thiel. Auf Landesebene gab es erste Plätze für Andreas Nawrocki, Matthias Heft sowie Christian Thiel. Ferner errangen die Lichtenfelser Schützen dreimal die Vizemeisterschaft, und fünfmal gab es eine Bronzemedaille.
Lang war die Liste der Schießwettbewerbe, die Christian Thiel aufzählte. Am Besten zeigt sich natürlich die Leistung der Schützen bei der Teilnahme an nationalen und internationalen Meisterschaften. So nahmen 23 Einzelschützen und zwei Mannschaften an der Baye rischen Mannschaft teil, acht Einzelschützen vertraten die königlich-privilegierte Scharfschützengesellschaft bei der Deutschen Meisterschaft.
Herausragende Schützin auf Bayernebene war Uschi Osterlänger mit einem ersten Platz (KK-100 Meter mit Zielfernrohr aufgelegt, 293 Ringe) und einem ersten Platz mit dem Perkussionsgewehr.
Das Deutsche Meisterschützenabzeichen 2014 errangen Matthias Heft, Ursula Osterlänger, Jörg Lesch, Richard Werner, Florian Dehler, Christian Thiel und Benedikt Stricker.
Bei den Rundenwettkämpfen lag am Ende die 1. Mannschaft Luftgewehr auf Platz 2 in der Bezirksliga, die zweite Mannschaft sicherte sich Platz 6 in der Gauoberliga, die dritte Mannschaft errang die Vizemeisterschaft in der Gauklasse.
Mit dem Luftgewehr Auflage behauptete sich die 1. Mannschaft in der Gauliga und die zweite Mannschaft in der Gauklasse. Die Vorderladermannschaft holte sich Platz 5 in der Bezirksoberliga, die Luftpistolenmannschaft Platz 2 in der Gauoberliga. Auf Platz 2 landete auch die Sportpistolenmannschaft in der Gauliga.
Aus der Pistolenabteilung berichtete Matthias Heft. Bei der Vereinsmeisterschaft für Lang- und Kurzwaffen holten sich Harald Goch (GK-Pistole, 25m, 96 Ringe) und Matthias Heft (GK-Revolver, 25m, 98 Ringe) den Meistertitel. Den besten Tiefschuss auf der Leikeim-Scheibe landete Mario Steinke. Bei den Rundenwettkämpfen Sportpistole erreichte die Mannschaft in der Gauliga den zweiten Platz.
Überragende Erfolge feierten auch die Westernschützen. Aufhorchen lässt das Ergebnis von Marcella Dreilich, die sich in ihrer Altersgruppe Damen Senioren nicht nur den deutschen Meistertitel sicherte, sondern auch bei der Europameisterschaft ganz oben auf dem Siegerpodest stand. Ihr Ehemann Ludwig Dreilich holte sich bei der Deutschen Meisterschaft den Titel des Vizemeisters.
Gegen zahlenmäßig stärkste Konkurrenz musste sich Uwe Matzner bei der Deutschen Meisterschaft behaupten. In der Herren-Altersklasse wird auf höchstem Niveau geschossen. Sein dritter Platz bei der "Deutschen" ist so gesehen ein herausragender Erfolg. Seine Ehefrau Edith Matzner startete in zwei Disziplinen. Sie musste sich bei der Deutschen Meisterschaft jedes Mal mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben.
Auch bei auswärtigen Hauptschießen waren einzelne Luftgewehrschützen überaus aktiv. Rekordhalter war hier Organisationsleiter Robert Herbst, der mit 35 Teilnahmen als Beispiel voranging, dicht gefolgt von Richard Mayer (34) und Christian von Block (31). Am eifrigsten nahmen an den Pistolenwettbewerben Erwin Kalb und Matthias Heft teil.
Bei den Damen schaffte als einzige Ursula Osterlänger auf Grund ihrer Erfolge bei der Bayerischen die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Sie war neben Elke Jäkel (3. Platz LG Seniorenklasse) auch bei der Bezirksmeisterschaft überaus erfolgreich.
An den Vergleichswettkämpfen nahmen die Damen mit zwei Mannschaften teil. Die gemischte Mannschaft belegte am Ende mit Elke Jäkel, Doreen Riedel und Verena Janson den ersten Platz.

Aktive Jugend

Die Jugend war mit dem Luftgewehr und dem Bogen aktiv. Der Bogenabteilung verdankt die Gesellschaft auch ihren stärksten Mitgliederzuwachs (zwölf Jugendliche). Bei der Gaumeisterschaft im Freiland und in der Halle holte sich Louis Erlmann den Titel (Compound Schüler, 533 Ringe). Mit dem Luftgewehr waren die Jugendlichen vereinsintern aktiv. Die begehrten Pokale gewannen Georg Osterlänger, Leonie Jäkel und Verena Janson. Jungschützenkönig wurde Sebastian Leise.

Wirtschaftsplan vorgelegt

Ein beeindruckendes Zahlenwerk, etliches bewegt sich dabei im sechsstelligen Bereich, legte Schatzmeister Robert Gack in seinem Haushaltsbericht und im Wirtschaftsplan für das anstehenden Jahr vor.

Neuwahl bestätigt Führung

Keine nennenswerten Veränderungen gab es bei der Neuwahl. Wesentlich aufwendiger war die Vorstellung einer neuen Satzung. Die Änderung wurde notwendig, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Nach kurzer Diskussion wurde der Entwurf mit großer Mehrheit gebilligt. Er muss nun noch von den zuständigen Gremien (Regierung/Finanzamt) "abgesegnet" werden. Sobald die neue Satzung rechtskräftig ist, wird sie in gedruckter Form verteilt und auch auf der Homepage der Schützengesellschaft veröffentlicht.

Umbau-Pläne vorgestellt

Abschließend wurden die Pläne für die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der Toiletten im Schützenhaus vorgestellt. Damit soll die Attraktivität des Hauses für externe Veranstaltungen erhöht, aber auch ein wichtiger Beitrag zum Lichtenfelser Schützenfest geleistet werden. Angesichts der hohen Kosten will man vor einer Konkretisierung allerdings noch das finanzielle Ergebnis des Schützenfestes 2015 abwarten. Der Schützenausschuss wurde ermächtigt, nach dem Schützenfest darüber zu beschließen, ob die Maßnahme in Angriff genommen oder auf die lange Bank geschoben werden soll.

"Tag der offenen Tür"


Für den 9. Mai planen die Schützen einen "Tag der offenen Tür".