Der Obermain-Marathon, der dieses Jahr zum achten Mal vom TSV Staffelstein organisiert und ausgetragen wurde, erhielt am Dienstag von der Raiffeisen-Volksbank im Rahmen der Aktion "Sterne des Sports" einen Geldpreis.
Für Karl-Heinz Drossel, den Hauptorganisator des Obermain-Marathons, ist es nur logisch, dass der Marathon auf dem Siegertreppchen landete. Der sportliche Wettkampf, der 2004 zum ersten Mal ausgetragen wurde, sei inzwischen bayernweit bekannt. Aus den anfangs 800 angemeldeten Läufern sind inzwischen über 2000 geworden. "Nach dem Bamberger Weltkulturerbe-Lauf ist der Obermain-Marathon der größte hier in der Gegend", sagt Drossel zufrieden. Die landschaftlich hoch interessante Laufstrecke über den Staffelberg, Vierzehnheiligen und Kloster Banz mache den Obermain-Marathon einzigartig.

Vorbereitungsmarathon

Voraussetzung für die Bewerbung um einen der von der Raiffeisen-Volksbank gestifteten Preise ist ehrenamtliches Engagement. Karl-Heinz Drossel erzählt, man komme als Verantwortlicher für das Staffelsteiner Marathonprogramm leicht auf drei bis vier Stunden ehrenamtliche Tätigkeit täglich.
Für ihn persönlich stelle der bronzene Stern des Sports, der dem TSV für den Obermain-Marathon verliehen worden ist, eine große Anerkennung dar. Er sei sehr stolz auf die über 100 ehrenamtlichen Helfer, die jedes Jahr hinter dem sportlichen Ereignis stehen: Ärzte seien anwesend, das Rote Kreuz und das THW. Jemand müsse sich um die Absperrungen und Getränkestationen kümmern. Aufbau, Abbau und Organisation der Veranstaltung gelängen nur mit tatkräftiger Unterstützung durch Freiwillige.
Auch über die stetig steigenden Läuferzahlen freut sich Drossel, denn für nur wenige Teilnehmer würde sich der große Aufwand kaum lohnen. Doch nicht nur im Bereich der Zahlen werde die große Beliebtheit, die der Marathon inzwischen erlangt habe, deutlich.

Lob der Teilnehmer im Gästebuch

Im Gästebuch auf www.obermain-marathon.de gibt es laufend neue Einträge: "Ich freu' mich definitiv schon aufs nächste Jahr! Vielen Dank!", "Liebes Orgateam, danke für die tolle Organisation. Hat sehr viel Spaß gemacht. Komme nächstes Jahr gerne wieder", "Vielen Dank an das Organisationsteam und die zahlreichen Helfern. Es war mein erster Halbmarathon und ich war/bin so begeistert, dass ich das nächste Mal wieder dabei bin. Macht weiter so!!!"
Das viele positive Feedback tue gut, sagt Drossel. Vor allem, weil nicht immer alles glatt läuft. Die Laufstrecke musste schon einige Male sehr kurzfristig verlegt werden, zum Beispiel wegen Hochwasser oder wegen der neuen Eisenbahnbrücke. Dieses Jahr drohte das Wehr in Hausen den vielen Läufern nicht mehr standhalten zu können und eine Umleitung wurde erforderlich.
Mit ernstem Blick erinnert sich Karl-Heinz Drossel an einen unbemerkt herzkranken Marathonteilnehmer, der während des Laufs zusammenbrach. Natürlich könne man als Veranstalter nicht die Gesundheit eines jeden Startenden überprüfen, sagt er. Betroffen mache ein solcher Vorfall trotzdem.
Als Hauptverantwortlicher für den Obermain-Marathon schätzt Karl-Heinz Drossel die gelingende Zusammenarbeit mit Stadt Bad Staffelstein und Landkreis Lichtenfels sehr. Dass der Geldpreis von 500 Euro in den nächstjährigen, neunten Obermain-Marathon fließt, ist für Drossel keine Frage.