Der erste Teil der Neubaupläne hat den Bauausschuss der Stadt Bad Staffelstein schon passiert. Was nicht überrascht, denn das Vorhaben wird in der Stadt begrüßt. Jetzt wird noch das Landratsamt als zuständige Genehmigungsbehörde sein OK geben, auch das wird eher eine Formsache sein.
Was ist geplant? Das Kurhotel erweitert in drei Schritten. Ab Herbst wird der zweistöckige Teil, der an der Seite zur SchönKlinik gelegen ist, um vier je 80 Quadratmeter große Suiten erweitert. Im Frühjahr 2019 soll dieser etwa 1,5 Millionen teure Anbau fertig sein. Diese Pläne liegen nun beim Landratsamt. Am ebenfalls bisher zweistöckigen Teil an der anderen Seite werden in einer neuen Etage 18 etwa 20 Quadratmeter große Zimmer entstehen, eine Größe, mit der das Kurhotel bisher nicht dienen konnte. Im Frühjahr 2019 will man den ebenfalls 1,5 Millionen Euro teuren Umbau angehen. Frühjahr 2020 wird dann der dritte Teil gebaut, der Basis für ein neues Hotel sein soll, ein dreistöckiger Neubau mit 60 rund 20 Quadratmeter großen Zimmern, mit etwa 6,25 Millionen Euro der größte Posten.
Was nicht in der Rechnung auftaucht: der Brandschutz im bestehenden Gebäude. Tatsächlich sei es so gewesen, dass man im bereits bestehenden Teil mit seinen 113 Zimmern da nicht habe tätig werden werden müssen, sagt Andreas Poth, Direktor des Kurhotels. "Landratsamt und Kreisbrandrat haben bestätigt, dass wir auf dem aktuellen Stand sind."
Während in Wohnungen seit Anfang 2018 Rauchmelder Pflicht sind, ist das im Hotelbereich anders. Hier gelten individuelle Regelungen, dazu wird ein Gutachten erstellt.
Das hätte dazu führen können, dass die vier neuen Appartements Rauchmelder gehabt hätten, die bestehenden Zimmer nicht. Die Nachrüstung war keine kleine Aktion. 290 Rauchmelder und 40 Handmelder sind nun über das Gebäude verteilt, teilweise auch mit Blinkfunktion in barrierefreien Bereichen, in denen unter Umständen Gäste mit Hörschäden untergebracht sind. 4,5 Kilometer Kabel wurden dafür im Haus verlegt, um die Geräte zu vernetzen. In der Tiefgarage liegen Kabel, die auf Hitze reagieren und dann einen Alarm auslösen. 170 Kernbohrungen wurden vorgenommen. Ohne den Neubau fielen dadurch Investitionen von 150 000 Euro an. Die Arbeiten begannen am 25. Juni vergangenen Jahres, am 4. Juni wird die Anlage abgenommen.


Zentrale Meldestation

An der Rezeption ist ein kleiner Kasten, der eine Art zentrale Meldestation ist. Hier können die Angestellten sehen, welcher Melder ausgelöst hat - und hier ist auch die Anlaufstation für Rettungseinsätze. Der Notschlüssel liegt dort bereit, mit dem die Feuerwehr in jedes Zimmer kommen kann. "Hier geht es auch um den Zeitgewinn, Türen aufbrechen dauert einfach länger", sagt Poth. Und damit man auch weiß, welche Räume überhaupt belegt sind, gibt es auch eine Belegungsliste dazu.