Die 100.000 Euro Mehrkosten gegenüber der ersten Planung von vor zwei Jahren trieben dem Bürgermeister keine Sorgenfalten auf die Stirn. Die Verteuerung sei der Vergrößerung der zu gestaltenden Fläche geschuldet, erklärte Helmut Fischer (CSU) dem Gemeinderat. Durch Verhandlungen mit Nachbarn sei es gelungen, einiges besser zu gestalten.

Die vorhandenen Parkplätze hinter der Raiffeisen-Volksbank können beispielsweise künftig als öffentliche Parkplätze genutzt werden. Der Freiraum zwischen Bankgebäude und Rathaus kann parkähnlich gestaltet werden.

Neuer Fußweg

An der Ostseite des Rathauses wird ein Fußweg die Verbindung vom Zolltorplatz zur Kirche verkürzen. Eine parkähnliche Anlage - ohne die jetzige Stufe dort - ist auch zwischen Kirche und Rathaus vorgesehen. Der Brunnen mit der Fischreuse ist als flache Wassermulde angedacht.

Der Bürgermeister sprach von einer "hervorragenden Planung, die das Ortsbild verändern und gewaltig verbessern wird". Er erwähnte auch die neuen Zufahrtsstraßen, diejenige neben dem Rathaus mit Einbahnregelung, die dahinter mit Gegenverkehr.

Das Gremium war durch die vorausgegangene Bauausschusssitzung bereits informiert und sah auch keinen Diskussionsbedarf mehr: Einstimmig brachte es die vorgestellte Planung des Außenbereichs um das Rathaus nach nur wenigen Minuten auf den Weg.

Damit ist der dritte Teil des Großprojektes Rathausan- und umbau - nach dem im Westen angefügten quaderförmigen Neubau und der Sanierung des bestehenden Gebäudes - beschlossene Sache.

Anregung: Geflecht einsetzen

Sowohl Verwaltung als auch Bürgermeister zeigten sich in den Unterlagen zur jüngsten Sitzung angetan von den Vorschlägen des Architekten Udo Freitag (Büro Eis, Bamberg). "Wir sind sehr zufrieden mit der Planung", sagte SPD/JSB-Fraktionssprecher Roland Braun. Trotz des Hinweises seitens des Bürgermeisters, dass jetzt noch keine Details festgelegt würden, merkte er an, dass man sich im Interesse älterer Leute und Behinderter an den vorgesehenen Sitzgelegenheiten Rückenlehnen wünsche. Statt der in seinen Augen "scheußlichen" Beton-Überdachung der Fahrradständer plädierte Braun dafür, hier mit Flechtwerk Akzente zu setzen.

Darin, dass das Naturmaterial unter Witterungseinflüssen besonders leide, wie der Bürgermeister zu bedenken gab, sah er keinen Hinderungsgrund. Als Beispiel für Optik und Haltbarkeit gab er Fotos der schon seit Jahren bestehenden Sitzecke in Lichtenfels an der Ecke Dr.-Hauptmann-Ring/Bürgerweg in die Runde. Doch im Beschluss ging es, wie gesagt, noch nicht um Details. Nun sollen die Auschreibungen erfolgen, aus denen dann auch die konkreten Kosten ersichtlich werden. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein.

Neue Widmung, alte Adresse

Der neu gestaltete Bereich könnte künftig "Rathausplatz" heißen, denn der "Zolltorplatz" und die "Alte Schulstraße" enden, wie der Bürgermeister anmerkte, eigentlich auf Höhe der bestehenden Telefonzelle nahe der Arztpraxis. Die Rathaus-Adresse wird aber weiterhin "Kirchplatz 26" lauten.