Bernhard Storath stört sich an Anglizismen. "Workshop" möchte der Bürgermeister die Auftaktveranstaltung am 12. Mai keinesfalls nennen, bei der die Einwohner Ebensfelds über die beginnende Städtebauförderung informiert werden. Aber wie nennt man den Termin dann? "Arbeitskreis" ist ebenfalls unpassend, und Informationsveranstaltung klingt zu nichtssagend. Irgendwas mit Zukunft sollte im Namen drin sein, und die Bürgerbeteiligung müsste herauszulesen sein ...

Vorberatungen abgeschlossen

Im Ebensfelder Ortskern soll die Städtebauförderung nun anlaufen. Der Gemeinderat hatte 2013 einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst, die Regierung sagte Fördermittel zu und mit der Planung wurde inzwischen das Bamberger Büro "transform" beauftragt.

Das Untersuchungsgebiet umfasst den historisch gewachsenen Ortskern Ebensfelds, sagt Bürgermeister Bernhard Storath (CSU), also das Gebiet zwischen Hauptstraße und Unterer Straße. Dieses Gebiet mit seinen überlieferten Strukturen sei - auch aufgrund des demographischen Wandels - inzwischen zunehmend vom Funktionsverlust seiner Gebäude geprägt. Etliche Häuser stünden leer oder seien sanierungsbedürftig.

Aufbauend auf eine städtebauliche Bestandsanalyse sollen in den vorbereitenden Untersuchungen nun die Ziele und Einzelprojekte erarbeitet werden, um den Ortskern zukunftsfähig zu machen.

Zuschüsse für Hausbesitzer

Bei den vorbereitenden Untersuchungen handelt es sich um ein Verfahren, in dem die Ausweisung des Sanierungsgebietes überprüft wird. Grundstückseigentümer aus dem Sanierungsgebiet kommen somit künftig möglicherweise in den Genuss von Fördermitteln.

Die Gemeindeverwaltung möchte deshalb die Hauseigentümer aktiv am Sanierungsprozess beteiligen. Bei der Auftaktveranstaltung am 12. Mai erhalten die Hauseigentümer deshalb Erhebungsbögen, die sie ausfüllen sollten, wenn sie vorhaben, sich später eventuell einmal an dem Projekt zu beteiligen.

Auf diesen Erhebungsbögen wird nach Details zum jeweiligen Gebäude gefragt - vom Baujahr über den baulichen Zustand bis hin zur derzeitigen Nutzung des Hauses oder der Scheune.

Bernhard Storath kommt es darauf an, den Bürgern zu ermöglichen, ihren Ort aktiv mitzugestalten. "Da wird nichts vom Gemeinderat vorgeschrieben", sagt er. Deshalb ist ihm dieser erste öffentliche Termin am 12. Mai auch so wichtig - wie immer auch dieser Info-Abend offiziell heißen wird.