Das "ehemalige Amtshaus und Wirtshaus des Klosters Langheim", so die offizielle Bezeichnung des Hauses 1 der Bezirksklinik Hochstadt in der Denkmalliste des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, soll eine neue Dacheindeckung bekommen. "An diesem Gebäudetrakt soll die Eindeckung aus Biberschwanzziegel einschließlich der darunter liegenden Lattung erneuert werden", erläuterte Bürgermeister Thomas Kneipp (CSU) bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag.
Ein entsprechender Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis wurde seitens der Leitung der Bezirksklinik in der Gemeinde eingereicht. Die Gemeinderäte winkten den Antrag einstimmig durch.


Mehr Geld für Kommandanten

Ein weiterer Beschluss befasste sich mit den Entschädigungssätzen für Feuerwehrkommandanten. Kneipp setzte die Räte davon in Kenntnis, dass sich aufgrund des Gesetzes zur Anpassung der Bezüge die Grundgehaltssätze der Besoldungsgruppe A, dies betrifft die Wehren aus Burgstall, Wolfsloch und Obersdorf, sowie die Besoldungsgruppen A und B ( Hochstadt) zum 1. März 2015 um 2,1 Prozent und ab 1. März 2016 um 2,3 Prozent erhöhen.
Eine Pauschalgebühr für den Aus- und Einbau von Wasserzählern, die durch Verschulden des Verbrauchers beschädigt wurden, hob das Gremium von derzeit 42,02 auf 50 Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer an. Kneipp meinte, dass der bisherige Betrag wohl noch aus der Zeit der Umrechnung von D-Mark auf Euro stammen könnte. Die neue Pauschalgebühr beinhaltet die An- und Abfahrt des gemeindlichen Mitarbeiters sowie dessen Arbeitszeit und die Materialkosten.


Eltern sehen keine Alternative

In der Gemeinderatssitzung im November hatten die Räte beschlossen, die Gebühren für die Kindertageseinrichtungen anzupassen. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine entsprechende Gebührensatzung auszuarbeiten. Kneipp erwähnte, dass er die neue Satzung, wie beschlossen, auch bereits dem Elternbeirat vorgelegt hatte. Dieser sei zwar nicht sehr glücklich über die Erhöhungen gewesen, sah jedoch auch keine Alternative. Der Gemeinderat stimmte dem Neuerlass der Kindertagesstätten-Gebührensatzung einstimmig zu.
Eine Änderung wurde vom Gremium auch in der Friedhofsgebührensatzung vorgenommen. Das Gemeindeoberhaupt erwähnte, dass die Ruhefrist für Urnen in den Urnenstelen auf zehn Jahre festgelegt worden sei. Urnen, die jedoch erdbestattet wurden, hatten bisher eine Ruhefrist von 20 Jahren. Kneipp schlug vor, diese ebenfalls auf zehn Jahre herabzusetzen. Nach Ablauf der Frist sollen die Urnen den Gräbern bzw. Stelen entnommen und in einer Art Urnengruft zusammen mit allen anderen für alle Zeit kostenfrei beigesetzt werden.
Der Bürgermeister setzte das Gremium davon in Kenntnis, dass die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan der Gemeinde für das Jahr 2015 dem Landratsamt Lichtenfels zur Prüfung vorgelegt worden sei und genehmigt wurde. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen in Höhe von 1 064 850 Euro für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen wurde rechtsaufsichtlich genehmigt. "Wir werden die Kredite aber nicht in voller Höhe ausschöpfen müssen", so Kneipp. Als Nebenbestimmungen wurde vom Landratsamt festgesetzt, dass die Gemeinde Hochstadt vor dem Hintergrund einer auch in den kommenden Jahren angespannten Finanzlage alle Einnahmequellen zeitnah ausschöpft, alle Möglichkeiten Einsparungen vorzunehmen nutzt und vor Inangriffnahme neuer Maßnahmen deren Finanzierung abklärt. Die Wasserversorgung weise nach der Darstellung im Haushaltsplan eine Unterdeckung auf, weshalb die Gebühren zu prüfen und die Sätze anzupassen seien.
Bezugnehmend auf die Stromtrassenplanung der Netzbetreiber erwähnte Bürgermeister Thomas Kneipp, dass der Kreisausschuss und der Kreistag das Projekt P 44 mod. abgelehnt und eine Resolution zum weiteren Ausbau des Stromnetzes beschlossen habe. Der Gemeinderat beschloss, sich dieser Resolution vollumfänglich und uneingeschränkt anzuschließen. Weitere Stromleitungen beziehungsweise die Errichtung höherer Masten beeinträchtige erheblich das Orts- und Landschaftsbild und die Lebensqualität. Zudem sei zu befürchten, dass die Stromtrasse eine massive Beeinträchtigung der Gesundheit der Bürger durch elektromagnetische Felder zur Folge habe. Jeder Bürger, der sich dieser Meinung anschließt, könne auf der Internetseite www.netzentwicklungsplan.de selbst sein Missfallen darüber kundtun.