Der Gemeinderat beschäftigte sich in der jüngsten Sitzung mit den genauen Planungen der beiden Projekte.

Was den Geh- und Radweg betrifft, so schickte Bürgermeister Christian Mrosek voraus, dass der Grunderwerb mittlerweile vollständig notariell beurkundet wurde. Im Januar hatte das Gremium die Planungen samt Neubau einer Wasserleitungan das Kronacher Ingenieurbüro SRP vergeben.


Ringschluss


Die Planer Stefan Ströhlein und Philipp Engelhardt teilten mit, dass die Wasserleitung unter dem Geh- und Radweg verlegt werden soll. Dadurch werde nicht nur ein Ringschluss erreicht, sondern auch der Verbrauchsdruck in Unterlangenstadt erhöht. Für die gefällten Bäume würden Ausgleichsflächen geschaffen.

Der Geh- und Radweg wird laut Planer 900 Meter lang und 2,50 Mete, mit Bankett sogar 3,50 Meter breit sein. Baken würden das jeweilige Ende sichtbar machen. Zusätzlich zur Wasserleitung werde ein Leerrohr verlegt. Bei Bodenproben sei kein Fels festgestellt worden.

Die Kosten für den Geh- und Radweg bezifferten Ströhlein und Engelhardt auf 215 000 Euro, für die Wasserleitung auf 330 000 und für den Kanal auf 56 000 Euro. Durch Grunderwerb, Vermessungen und Honorarleistungen werde sich die Summe auf 750 000 Euro erhöhen.


Im September soll's losgehen


Im Haushalt 2018 sind für diese Maßnahme insgesamt 600 000 Euro veranschlagt. Ob eine Beleuchtung finanziell machbar ist, muss noch geklärt werden. Der Gemeinderat stimmte den Planungen zu. Die Ausschreibung soll demnächst durchgeführt werden. Losgehen soll es im September 2018.

Weiter stellten die Vertreter des Büros SRP die Planung für die Straßensanierung im Gässla vor. Bürgermeister Mrosek stellte fest, dass zunächst geplant gewesen war, das Gässla 2017 ab der Einmündung Kronacher Straße bis zur Einfahrt in den Schwimmbadparkplatz zu sanieren.


Inliner nur bedingt möglich


Notwendige Arbeiten an der Wasserleitung - unter anderem Schieberaustausch und Hydrantenerneuerung - sollten ebenfalls mit erledigt werden.

Es wurde dann jedoch festgestellt, dass ab dem Anwesen Hausnummer 10 bis zur Einfahrt in den Schwimmbadparkplatz der Kanal in Teilen nicht mit Inlinern sanierbar ist. Auch verlaufen in diesem Bereich vier Kanäle nebeneinander. Sie stammen noch aus der Zeit, als der Standort der Kläranlage Redwitz im Bereich des Spielplatzes in der Weiherdammstraße war.

Um diesen Zustand zu bereinigen, beschloss das Gremium, die Kanäle im genannten Bereich hydraulisch überrechnen zu lassen und durch zwei neue Leitungen zu ersetzen. Auch sollen die Pumpen und die Steuerung des Pumpwerks Gässla überarbeitet werden. Mit den Planungen wurde ebenfalls das Büro beauftragt.


Schwachpunkte gefunden


Die Ingenieure erläuterten, dass bei Befahrungen und Begutachtungen Schadstellen und Schwachpunkte gefunden wurden. Als Baubeginn für die geschlossene Sanierung mit Inlinern wurde Oktober 2018 angegeben. Die Fortführung erfolge im Frühjahr 2019 und werde das ganze Jahr andauern.

Die erste Kostenschätzung lag bei gut 300 000 Euro für die Kanalsanierung, die gleiche Summe muss für die Fahrplansanierung eingeplant werden. Im Haushalt 2018 sind insgesamt 425 000 Euro angesetzt.

Um den örtlichen Vereinen die Auswirkungen der neuen Datenschutzgrundverordnung nahe zu bringen, organisiert die Gemeinde eine Informationsveranstaltung mit einem Datenschutzfachmann.


Minister soll kommen


Zum Thema Stromtrasse ließ Günter Friedlein wissen, dass das Wirtschaftsministerium zugesagt habe, sich der Probleme anzunehmen. Daher wolle der Gemeinderat den Minister nach Redwitz einladen. Weitere Plakate gegen die geplante Stromtrasse werden in der Großgemeinde aufgehängt.
Jürgen Gäbelein informierte, dass die Aktion auf dem Trödelmarkt 500 Unterschriften eingebracht habe. Man solle diese Aktionen fortsetzen.