Anfang Juni war der Grundstein für den Bau des Sozialen Zentrums Redwitz der AWO (Arbeiterwohlfahrt) gelegt worden. Auch beim Richtfest am vergangenen Freitag konnte Rudolf Schober, Präsidiums-Vorsitzender des AWO-Bezirksverbands Ober- und Mittelfranken, wieder zahlreiche Gäste aus dem Verband, der Politik, von Kirche, den Ortsvereinen, Mitarbeiter, Bewohner und deren Angehörigen begrüßen.
Schober dankte allen Handwerkern für den zügigen Baufortschritt und für die Einhaltung der Kosten. "Bis jetzt sieht es so aus, dass wir im Kostenrahmen bleiben", sagte er. Den Nachbarn dankte Schober für ihr Verständnis während der Bauphase. Den Richtspruch sprach Ingolf Peper. Den Verantwortlichen der AWO wünschte er auch weiterhin viel Mut und Weitsicht.
Weitsicht hatte auch Altbürgermeister Jochen Neumann bewiesen, auf dessen Initiative hin die Gemeinde den Baugrund schon vor vielen Jahren erworben hatte.
Statt vieler Worte sangen Mädchen und Jungen des Kindergartens das Lied "Gottes Liebe ist wunderbar". Sehr zur Freude von Gästen und Bewohnern.
Das Soziale Zentrum der AWO in Redwitz bietet künftig vier Dienstleistungsbereiche unter einen Dach: Das Kernstück sind die vier stationären Wohngruppen, einschließlich einer beschützenden Wohngruppe. "Der zentrale Bereich einer Wohngruppe ist die Küche. Hier werden Kaffee gekocht und Brötchen gebacken", erklärte Einrichtungsleiter Steffen Coburger bei der Vorstellung des Konzepts. Eine familiäre Atmosphäre, eine persönliche Betreuung durch Alltagsbegleiter, soll ein Leben möglichst nahe am bisherigen Alltag der Bewohner ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Bereich in der Tagespflege wurde laut dem Einrichtungsleiter mit dem ambulante Pflege- und Begleitungsdienst geschaffen. Dessen Zielsetzung sei, dass die Senioren möglichst immer von der selben Pflegekraft betreut werden.
Das Einzugsgebiet von "AWO Zuhause" schließlich umfasst den gesamten Landkreis Lichtenfels und zu einem großen Teil auch die Landkreise Coburg und Kronach.
Ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot der AWO sind ferner die 13 barrierefreien Apartments, in denen Senioren nahezu selbstbestimmt wohnen können. Alle Apartments verfügen über eine Küche, Bad und Terrasse.
In dem Neubau sind 600 Quadratmeter für die Tagespflege vorgesehen - ein Angebot für pflegende Angehörige, denen damit ermöglicht wird, einer Beschäftigung nachzugehen oder sich eine Auszeit zu gönnen.
Rund 3500 Quadratmeter Fläche verteilen sich in dem neuen Gebäude auf drei Etagen. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2018 geplant.
Doch was wird aus dem Altbau? - Nach der Renovierung wird im ersten Obergeschoss eine Außenwohngruppe für Menschen mit Behinderung der "Regens-Wagner-Stiftung" untergebracht. Im Erdgeschoss wird die Zentralküche ihren Platz finden.