Das Jahr in Lichtenfels ging aufregend zu Ende: In dem Lichtenfelser Stadtteil Seubelsdorf wurde am Dienstag um exakt 22:57 Uhr ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Reuthstraße 25 gemeldet. Sechs der acht Bewohner konnten sich selbst retten, die beiden anderen hingegen flüchteten sich auf einen Balkon, von wo aus sie von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht wurden.

Als Ursache wird ein technischer Defekt eines im Keller befindlichen elektrischen Gerätes vermutet. Um 1:07 Uhr des 31. Dezembers vermeldete die Feuerwehr: Feuer gelöscht. Der Schaden wird auf 100.000 Euro geschätzt, das Haus ist momentan nicht mehr bewohnbar.

"Das Feuer ist in einem Raum gegenüber dem Heizungskeller ausgebrochen", sagt Roland Neumann, Kommandant der Seubelsdorfer Wehr. Durch den Brand ist die Stromversorgung der Heizung defekt, es ist also kalt im Haus. Aber auch die starke Verrußung der Wohnung im ersten Stock, des Kellers und des Treppenhauses sorgten dafür, dass die Bewohner bei Verwandten und Bekannten Unterschlupf suchen mussten und so über den Jahreswechsel obdachlos waren. "Am Montag kommt ein Gutachter von der Versicherung, um sich den Schaden anzuschauen", sagt Neumann .

Zwei Hausbewohner mussten wegen einer leichten Rauchgasvergiftung im Klinikum Lichtenfels behandelt werden. Durch das schnelle Eingreifen der Lichtenfelser und der umliegenden Feuerwehren wurde das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht. 2014 sei relativ ruhig verlaufen, meint Roland Neumann: "Aber nun scheinen wir das am Jahresende nachgeholt zu haben", meint er mit Blick auf die weiteren Wohnungs- und Hausbrände der vergangenen Tage im Landkreis Lichtenfels.




Geruhsamer Jahreswechsel
Zu der Zeit, als das alte Jahr aus dem Zifferblatt kippte, kam es zwar zu Vorfällen: ein Familienstreit in Mannsgereuth, eine Körperverletzung in Bad Staffelstein, eine Schlägerei in der Schney. Aber dabei sei alles glimpflich verlaufen, war einer telefonischen Stellungnahme der Polizei Lichtenfels zu entnehmen. Nichts Dramatisches und "recht geruhsam" sei es zugegangen. Das sei aber auch in den vergangenen Jahren der Fall gewesen.

Das neue Jahr fing es für die Feuerwehr eher harmlos an: In Vierzehnheiligen bringen Ordensschwestern einen Wasserkocher an den Rand der Zweckmäßigkeit, der Feuermelder schlägt an. Das war gegen 14 Uhr und es war der erste Einsatz des Tages, wie Kreisbrandrat Timm Vogler bestätigt. "Heute war 0,0 los" - eine mehr als ruhige Silvesternacht, trotz all der Böller und Kracher und Feuerwerke. Kein Einsatz liegt auch im Raum Bad Staffelstein vor, wo Kommandant Michael Ludwig die Übersicht hat. "Wir haben keinen Alarm gekriegt, bei uns ist nix eingegangen." Auch die Taxi-Unternehmer wissen von keinen wesentlichen Vorfällen zu berichten - Silvester zumindest scheint im Vergleich zu den Aufregungen der vorherigen Tage ein ruhiger Tag gewesen zu sein.