Am Freitag, 17. Mai, findet ab 11 Uhr ein "Tag der offenen Tür" (!) für die Deichnachrüstung auf dem Anger statt. Veranstalter ist das Wasserwirtschaftsamt. Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) teilte in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit, dass die Kosten der Deichnachrüstung von ursprünglich veranschlagten 8,3 Millionen Euro auf 13,5 Millionen Euro gestiegen seien und jetzt bei insgesamt 16,5 Millionen Euro lägen.

Wofür Michelau Geld ausgibt

In den letzten Jahren hat sich die Korbmachergemeinde ein ordentliches Polster an Rücklagen zugelegt. Diese werden in den kommenden Jahren auch gebraucht, da die Gemeinde einige große Investitionen in Schule und Horte plant. Größter Brocken ist die Generalsanierung der Johann-Puppert-Schule, gefolgt von den beiden Horten für die Schulkindbetreuung, die in Michelau und Schwürbitz gebaut werden. "Weil ständig neue Förderprogramme aufgelegt werden, wird die Regierung von Oberfranken mit Anträgen überschüttet", machte Bürgermeister Helmut Fischer zu Beginn seines Sachstandsberichts deutlich. Richtig teuer wird die Auslagerung des Schulbetriebs in Container, die sowohl von der Anzahl wie auch von der Dauer bei manchen auf Unverständnis stieß. Statt wie ursprünglich geplant 89 Containern werden jetzt 162 notwendig, die statt 18 jetzt 30 Monate stehen sollen. Ursprünglich war geplant, dass der im Schulgebäude untergebrachte Hort und die Fachräume erst einmal nicht umziehen sollen. Jetzt soll das komplette Schulgebäude in die Containerlösung umziehen. Allein die Miete kostet die Gemeinde rund 2,14 Millionen Euro, das entspricht einer Monatsmiete von 42 000 Euro. Die Erschließungskosten für das Containerdorf schlagen mit 191 000 Euro zu Buche.

"Hätte man nicht sämtliche Schulen im Umkreis anschreiben können, ob sie nicht Schüler aufnehmen können?", fragte Paul Habich (SPD) und schlug vor, während der Sanierungsphase auf den Fachunterricht zu verzichten und die Schulkinderbetreuung einzustellen. Neben logistischen und pädagogischen Problemen sah Bürgermeister Fischer keinerlei Chancen für den Vorschlag. Auch die Fraktionsvorsitzende der CSU, Judith May, hielt das Ansinnen für schlichtweg nicht erlaubt. Für die Auslagerung in Container erhält die Gemeinde keine generelle Förderung. Auf Nachfrage aus dem Gremium, warum das so sei, teilte Fischer mit, dass das Ministerium keine Präzedenzfälle schaffen wolle. Jochen Weber (JB) regte an, ob man nicht noch einmal nachschauen könnte, ob es nicht ein leer stehendes Fabrikationsgebäude gibt, das übergangsweise nutzbar sei.

Die Vergabe der Aufträge ist für die Sitzung des Gemeinderats am 10. Juli vorgesehen, der Baubeginn im September.