Eine Vollsperrung der Autobahn 73 in Richtung Süden für rund vier Stunden war die Folge eines folgenschweren Unfalls mit Beteiligung eines Getränkelasters am Freitag gegen 16.00 Uhr.

Vorausgegangen war bereits ein Unfall auf Höhe Bad Staffelstein, in dessen Folge die südliche Richtungsfahrbahn bereits ab 14.30 Uhr nachmittags gesperrt und der Verkehr bei Bad Staffelstein ausgeleitet werden musste. Hier hatte ein 56-Jähriger mit seinem Kleintransporter beim Einfahren auf die Autobahn direkt auf die linke Spur gezogen, um einen vor ihm auffahrenden Sattelzug zu überholen. Eine ankommender Opel Zafira auf der linken Spur konnte nicht mehr bremsen und kollidierte erst mit dem Kleintransporter und dann noch mit dem Sattelzug. Die 48-jährige Fahrzeugführerin erlitt laut Verkehrspolizei Coburg ein Schleudertrauma und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden, der Gesamtschaden betrug rund 15.000 Euro. Gegen den Fahrer des Sprinters ermittelt die Verkehrspolizei Coburg nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Trotz Ausleitung durch die Straßenmeisterei Bad Staffelstein bildete sich im Zuge der Bergungsarbeiten auf der Südfahrbahn ein circa ein Kilometer langer Rückstau in Richtung Norden. Diesen bemerkte der 42-jährige Führer eines Getränke-Lkw einer Brauerei aus dem Bamberger Raum zu spät und fuhr gegen 16.00 Uhr ungebremst auf einen am Stauende haltenden Ford C-Max auf. Der Pkw wurde in der Folge noch auf einen davor wartenden Mercedes katapultiert. Beim Aufprall wurde der Lkw-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Glücklicherweise erlitt er nur Prellungen und ein Schleudertrauma.

Die 37-jährige Fahrzeugführerin des Ford und der 26-jährige Fahrzeugführer des Mercedes erlitten ebenfalls leichte Verletzungen, weshalb der angeforderte Rettungshubschrauber wieder abdrehen konnte. Alle drei Verletzten lieferte der Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser ein.

Die ansässigen Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot von rund 80 Mann vor Ort. Die Feuerwehrangehörigen übernahmen unter anderem Bergungsarbeiten, Absperrmaßnahmen und Vorwarntätigkeiten. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Staffelstein leiteten den ankommenden Verkehr an der Anschlussstelle Lichtenfels-Nord aus und forderten eine Kehrmaschine für die Fahrbahnreinigung an. Die Unfallschäden summierten sich auf rund 30.000 Euro. Die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge wurden abgeschleppt, für den Lkw war hierbei ein Spezialkran erforderlich.


Nach Abschluss der Bergungs- und Reinigungsarbeiten gaben die Polizeibeamten der Verkehrspolizei Coburg die Südfahrbahn der Autobahn gegen 20:00 Uhr wieder für den Verkehr frei. Gegen den unfallverursachenden Lkw-Fahrer wird unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.