"Eine Straße am Hang ist grundsätzlich gefährdet", sagt der Pressesprecher des Landratsamtes, Andreas Grosch. Akut in Gefahr sei momentan jedoch keine weitere Straße. Eine Straße jedoch fiel letztes Jahr, am 1. Juni, ihrer Hanglage zum Opfer: die Kreisstraße LIF 7 zwischen Hausen und Weingarten.

Abrutschender Berg im Juni

Beim Hochwasser im Juni war ein Stück des Banzer Bergs abgerutscht, weswegen die Kreisstraße seither gesperrt ist. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Ende April andauern. 7500 Tonnen Aushubmaterial war nach dem Hangrutsch angefallen. Der Uferbereich musste stabilisiert werden. Nun ist eine Abtreppung entstanden.

In den nächsten fünf bis sechs Wochen soll die Straße fertig gebaut werden. Bis zur Fertigstellung werden sich Kosten von rund 807.000 Euro angehäuft haben. Das ist weniger als ursprünglich gedacht. Die ersten Kostenschätzungen beliefen sich auf über eine Million Euro. "Es ist schön, dass es billiger geworden ist. Normalerweise werden Baumaßnahmen eher teurer", sagt Andreas Grosch.

Die Kosten trägt zu 100 Prozent der Freistaat Bayern. Daher entstehen weder für die Stadt Bad Staffelstein noch für den Landkreis Kosten. Das Förderprogramm der Staatsregierung nach dem Mai-Juni-Hochwasser wurde im Oktober erweitert. Vor der Erweiterung zählte der Main nicht zum Fördergebiet.

Anfallende Kosten

Unter die 807.000 Euro fallen zum Beispiel allein 10.000 Euro für die Bepflanzung und 43.000 für die Entsorgung der Altlasten, wie teerhaltigen Asphalt. In der Nacht zum 2. Juni hatte der Dauerregen dazu geführt, dass auf einer Länge von rund 280 Metern der Uferbereich am Main abrutschte.