Bürgermeister Bernhard Ruß erklärte im Gemeinderat, dass die langen Tradition des Korbflechthandwerks am Ufer des Mains mit Betrieben und Handel der "Sander Raser" im neuen Kreisel veranschaulicht werden soll. Im Entwurf ist ein Kunstwerk als Weidenflechtkorb mit einem Durchmesser von drei Metern in der Mitte des Kreisels sowie liegende Weidenbündel auf der Fläche vorgesehen. Dafür scheiden Natur-Weidenhölzer aus, da sie nicht sehr witterungsbeständig seien, so der Bürgermeister. Angedacht ist eine Ausführung aus Stahl oder Kunststoff. Hierzu müssen aber erst noch Kostenvoranschläge und die Genehmigung des Straßenbauamts Schweinfurt eingeholt werden.

Kreisgartenfachberater Guntram Ulsamer stellte eine mögliche Bepflanzung vor. In Nachbarschaft zu dem Korb sind Kopfweiden mit 60 bis 80 Zentimeter Stammhöhe vorgesehen. Gegenüberliegend sollen blaulaubige Gräser auf die Mainaue hinweisen. Eine trockenheitsverträgliche Staudenpflanzung wird flächig in Schottersubstrat gepflanzt, um die dauerhafte Pflege zu erleichtern.

Die Kosten für die Erd- und Pflanzarbeiten belaufen sich nach einer Schätzung von Johannes Bayer auf 15 500 Euro brutto. Die Kosten für das Kunstwerk in der Mitte des Kreisels sind darin nicht enthalten. Der Gemeinderat zeigte sich mit der Vorabplanung einverstanden und wird das endgültige Aussehen des Bauwerks in seiner nächsten Sitzung im September beschließen. Danach werden die Arbeiten ausgeschrieben, wobei ein Baubeginn im Frühjahr nächsten Jahres angedacht ist.

Klaus Ullrich beantragte bereits Anfang Juli sein Ausscheiden aus dem Gremium aus familiären Gründen. Als sein Nachfolger wurde jetzt Thomas Mahr vereidigt. Seit 1996 gehörte Ullrich dem Gemeinderat und dem Bauausschuss an und war als Bauingenieur ein wertvoller und zuverlässiger Entscheidungsträger. Eine offizielle Verabschiedungsfeier wird später folgen.

Roland Mahr sprach gefährliche Situationen sowohl für Fahrrad- als auch für Autofahrer an, die sich oft am Ende des Radwegs von Knetzgau kommend zutragen. Hier wünscht sich er sich eine Fahrbahnmarkierung oder eine optische Barriere für die Radfahrer, um sie auf das Ende ihres Wegs hinzuweisen.
Dritter Bürgermeister Paul Hümmer sprach in diesem Zusammenhang auch den Radweg am anderen Ende des Ortes an. Er habe schonmehrfach beobachtet, dass Fahrradfahrer von Limbach kommend ohne Rücksicht auf den übrigen Verkehr auf die Straße fahren.

Bürgermeister Ruß sagte dazu, dass von Limbach kommend bereits Schilder "Ende Radweg" und "Radfahrer bitte Straße benutzen" angebracht seien. In Bezug auf den Radweg auf der Knetzgauer Seite will sich der Bürgermeister umgehend mit dem zuständigen Straßenbauamt Schweinfurt in Verbindung setzen, um auch dort eine Lösung zu finden.


Das Gemeindeoberhaupt teilte mit, dass im Oktober seismische Untersuchungen der Universität Erlangen-Nürnberg auf dem Gebiet der Gemeinde stattfinden. Bei den Messungen, die zur Erforschung der Erdwärme dienen, werden drei Vibrationsfahrzeuge eingesetzt. Sie bewegen sich auf Straßen und Wegen und nur, wenn es gar nicht anders geht, auf landwirtschaftlichen Flächen. Zur Messung halten die Fahrzeuge alle 100 Meter für einige Sekunden an. Die Messungen werden von einer Spezialfirma durchgeführt, die auch Kontakt zu den Grundstücksbesitzern und Pächtern wegen Betretungsgenehmigungen und Entschädigungsregelungen aufnehmen wird.

Paul Hümmer macht noch darauf aufmerksam, dass die Sozialstation St. Hedwig in Eltmann zum 1. September noch einen Ausbildungsplatz zu vergeben habe. Über 200 Einsätze fahren die Pflegefachkräfte jeden Tag, um Patienten zu Hause zu versorgen. Darunter seien auch 50 Senioren aus Sand, ergänzte Hümmer.