Der Unnersdorfer Nebenerwerbslandwirt Jürgen Deuerling möchte einen offenen Unterstand für zehn bis 15 Weidetiere mit Dunglagerstätte errichten. Das Gelände befindet sich etwa 130 Meter Luftlinie entfernt vom "Berggasthof am Banzer Wald".

Der Gastronom Frank Klarmann, der durch den elf mal 21 Meter großen Stall und die Weide-Anlage Geruchsimmissionen sowie Lärmbelästigungen für seinen Hotel- und Gaststättenbetrieb befürchtet, klagte vor dem Verwaltungsgericht Bayreuth gegen den Freistaat Bayern, um die Baugenehmigung für die landwirtschaftliche Anlage rückgängig zu machen. Die Kammer wies die Klage Klarmanns am Donnerstag ab. Zur Begründung führte das Gericht aus, dass von dem Bauvorhaben keine unzumutbaren Belästigungen auf den benachbarten Hotel- und Gastronomiebetrieb ausgehen.

Frank Klarmann, der bei der Gerichtsverhandlung nicht anwesend war, sagte auf Anfrage des FT, er müsse sich nun erst einmal mit seinem Anwalt über das weitere Vorgehen beraten.

Der Landwirt Jürgen Deuerling erklärte, dass seine Stallanlage vom Landwirtschaftsamt und von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt geprüft worden sei. Diese hätten das Vorhaben einer Mutterkuhhaltung mit Nachzucht und Weide befürwortet. Lärm und Gestank würden von der Anlage nicht ausgehen, sagte er dem FT. Um die Befürchtungen des Gastwirts jedoch zu entkräften, habe er sich entschlossen, jene Seite des offenen Unterstandes zu schließen, die dem Gasthof zugewandt ist. Geplant sei nichts weiter als eine Weide, auf der Kühe stehen und die von einem Zaun umgeben sei.


Wohnanlage kann gebaut werden

Wegen der Errichtung von 23 Wohneinheiten auf dem Gelände der Pinselfabrik Schorr in Bad Staffelstein durch die MKB GmbH & Co. hatte Herbert Kuhn von der benachbarten Kfz-Firma Gerstner geklagt. Herbert Kuhn hatte sich gegen das genehmigte Vorhaben gewandt, weil es seiner Ansicht nach die maßgebliche Umgebungsbebauung, die bislang mehr oder weniger gleichgewichtig von gewerblicher Nutzung und Wohnbebeuung geprägt sei, in Richtung Wohnnutzung kippe.

Daraus befürchte er eine Beeinträchtigung seiner Kfz-Werkstatt und Ausstellungshalle. In der mündlichen Verhandlung am Donnerstag einigten sich die Beteiligten. Die Firma MKB hat sich mit einer nachträglich in die Baugenehmigung aufgenommenen Nebenbestimmung einverstanden erklärt. Darin sichert die Bauherrin zu, dass sie die mischtypischen Immissionen durch den Werkstattbetrieb dulden werde.