In sehr stilvollem Rahmen zeichnete Bürgermeister Bernhard Storath im Eggenbacher Jugendheim bei der Jahresschlusssitzung des Ebensfelder Gemeinderats jene Menschen aus, die 2019 sportliche Erfolge errungen oder sich gesellschaftlich engagiert haben (siehe unten). Zum Auftakt der Feierstunde traten Bernhard Storath (CSU) und Gemeinderat Otto Weidner (B90/Grüne) als Duo vors Publikum und sangen gemeinsam ein nachdenklich machendes christliches Lied: "Und wenn er wirklich wiederkäm' / Und wär' nicht so wie wir, / hätt' and're Haut und and'res Haar / als unsre Leute hier. // Wer gäbe ihm zuerst die Hand / Und wollte mit ihm geh'n, / und auch in seiner schwersten Nacht / noch immer zu ihm steh'n?"

Vorangegangen war dem feierlichen Festakt am Dienstagabend eine Arbeitssitzung im Ebensfelder Rathaus. Hierbei verabschiedete der Bürgermeister zunächst den Bauhof-Vorarbeiter Gerhard Elflein nach 33 Dienstjahren in den Ruhestand.

Vorangetrieben wurde dann der Bebauungs- und Grünordnungsplan "Geyersberg" zur Realisierung von zehn Bauplätzen auf einem landwirtschaftlich genutzten Areal in Döringstadt.

Der Bürgermeister gab danach eine Übersicht der Kostenfortschreibung beim Neubau der Kindertagesstätte Ebensfeld. Die Gesamtaufwendungen betragen laut Kostenschätzung vom 3. Dezember insgesamt 2,285 Millionen Euro. Hinzu kommen Mehrkosten von 153 192 Euro. Diese Überschreitung von 6,7 Prozent resultierte laut Storath vor allem aus den Preissteigerungen für Innenausstattung und Außenspielgeräte. Die aktuelle Kostenberechnung zur Sanierung des "Hauses der Bäuerin" in Birkach belaufe sich auf 1,227 Millionen Euro. Auf diese Kosten seien bereits 351 000 Euro an Zuwendungen bewilligt worden; 393 100 Euro stünden noch aus, sagte der Bürgermeister.

In seiner Rede zum Jahresschluss skizzierte Bernhard Storath, was 2019 geleistet und auf den Weg gebracht wurde. Die Anschaffung von energiesparenden LED-Leuchten sei aus seiner Sicht notwendig. Auf die Umweltaktivistin Greta Thunberg anspielend sagte er: "Am Ende des Tages hat sie ja recht." Kurze Worte zum Jahresschluss sprachen für die einzelnen Fraktionen Hauke Petersen (JB/CSU), Heinrich Kunzelmann (JW/FW), Kurt Hammer (SPD) und Otto Weidner (B90/ Grüne).

Lukas Lorber wurde für seine sportlichen Erfolge im Ju-Jutsu von der Gemeinde geehrt; er erzielte im Duo zusammen mit Michelle Vetter unter anderem den 1. Platz der deutschen Meisterschaft und erhielt bei der Weltmeisterschaft U 21 in Abu Dhabi die Bronzemedaille. Ebenfalls im Ju-Jutsu waren folgende jungen Sportler bei der bayerischen Meisterschaft jeweils in einem Duo erfolgreich: Jakob Zenk, Jakob Lurtz, Raphael Zenk und Julius Lurtz. Unter anderem für den 1. Platz bei der bayerischen Meisterschaft, Schützenklasse, mit dem Präzisionsgewehr wurde Roman Kunzelmann geehrt. Den 2. Platz bei der bayerischen Meisterschaft mit dem Jagdgewehr, Altersklasse, erreichte Lothar Leepa. In der Leichtathletik-Altersklasse W 13 erzielte Lucie Geier aus Rattelsdorf, die für den TSV Ebensfeld startet, unter anderem erste Plätze im Vierkampf bei der oberfränkischen Meisterschaft und bei der Kreismeisterschaft.

Die Marktgemeinde Ebensfeld ehrte Bürger für außergewöhnliche Leistungen im Jahr 2019

Corinna Haßler und ihrem Team des Vereins Kivuko dankte Bürgermeister Bernhard Storath mit herzlichen Worten: "Euer gemeinnütziger Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke zwischen Deutschland und Tansania zu schlagen, um die Bereiche Gesundheit, Bildung und Chancengleichheit vor Ort zu fördern." Die nachhaltige Förderung der Gesundheitsversorgung und Bildungssituation zeichnen neben der Notfallhilfe das Vereinskonzept aus. Speziell in der tansanischen Region Rulenge/Ngara, wo 90 Prozent der Menschen in Armut und mit niedrigem Bildungsstand leben, versucht der Verein die Not zu lindern. Der Bau einer Klinik für ambulante Behandlung ist dort sein größtes Projekt. Für eine Behandlung mussten die Menschen bisher in die 30 Kilometer entfernte Stadt laufen. Weil Busfahrten sehr teuer und für Kranke beschwerlich seien, so der Bürgermeister, zögerten viele Leute den Arztbesuch lange hinaus. Durch das dann oftmals fortgeschrittene Stadium ihrer Krankheiten verlängere sich die Behandlungsdauer enorm - und die Behandlungskosten steigen. "Es ist für die Gesellschaft unheimlich wichtig, dass Menschen wie Ihr nicht wegschauen, sondern lieber tatkräftig unterstützen", sagte der Bürgermeister. Er überreichte dem Kivuko- Team dann ein Kuvert mit einer Geldspende der Gemeinde. "Ich hoffe, dass Ihr Euch weiterhin engagiert und dass Ihr weiter Menschen für Euere Sache begeistern könnt", schloss Bernhard Storath.