Wird Ebensfeld zum Hundetreffpunkt am Obermain? Nun, das ist kein Merkmal, mit dem die Gemeinde wirbt und das, worum es geht, hat eine eher unappetitliche Seite.
Jungst war Bürgerversammlung in Ebensfeld und dort machte ein Einwohner die Gemeinde auf ein Problem aufmerksam: In Ebensfeld treffen sich regelmäßig auswärtige Hundebesitzer, um in großen Gruppen gemeinsam ihre Tiere auszuführen. Ein Höhepunkt sei gewesen, als Mitte Januar 14 Wagen auf dem Norma-Parkplatz parkten und über 20 Hunde auf den Flurbereinigungswegen Richtung Veitsberg ausgeführt wurden.
Teilweise laufen die Hunde frei in der Flur herum - und so kommt es auch zu Konflikten mit Ebensfeldern, die mit Kindern unterwegs sind und sie voraus laufen lassen wollen. Zudem - und das ist die anrüchige Seite - werden die Hundehaufen oft nicht entsorgt. Die Gemeinde kann nicht sehr viel dagegen machen: Eine grundsätzliche Anleinpflicht gelte in Ebensfeld nur für Kampfhunde, zudem habe man an vielen Stellen Hundekotbeutel-Spender aufgestellt, man will, so schlug Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) vor, nun hinter die Wischer der Autos Hinweiszettel und Hundekotbeutel stecken, Roswitha Wich (FW) regte an, über die Kennzeichen der Autos eine Halterabfrage vorzunehmen und den Eigentümern einen Brief zu schreiben. Direkte Ansprache sei ein guter Weg, an die Verantwortung zu appellieren.