"Ich will erstmal die Gemeinde kennenlernen - und dann brauch' ich ein Feedback. Ich seh' mich als Netzwerker", sagt Matthias Beck. Der 37-Jährige ist seit wenigen Tagen neuer Gemeindereferent der Pfarrei St. Kilian und Nachfolger von Josef Ellner. Je zur Hälfte widmet er sich der Kurseelsorge und der Gemeindearbeit. Somit ist er der einzige katholische Kurseelsorger im Erzbistum Bamberg.

Diese Stelle, sagt er, sei von Josef Ellner komplett neu entwickelt worden. Vieles, was Ellner einführte, werde er fortführen. Den Veranstaltungen möchte er dennoch seinen Stempel aufdrücken. Die Pilgerseelsorge beispielsweise soll weiter so laufen wie bisher. Neue Akzente möchte Matthias Beck jedoch für Familien in der katholischen Pfarrgemeinde sowie zusammen mit den evangelischen Geistlichen Anja und Helmuth Bautz in der ökumenischen Urlauberseesorge setzen. Seine Ziele: Er möchte mit der Gemeinde arbeiten mit seinen Kollegen in der Kurseelsorge Anja und Helmuth Bautz und dem Staffelsteiner Kur- und Tourismus-Service gemeinsam Veranstaltungen für Urlauber und Kurgäste erstellen.

Auf freie Stelle beworben

Doch zunächst will er sich einarbeiten: "Ich möchte erstmal reflektieren, mitgehen und anschauen, dann möchte ich nachjustieren." Nach sieben Jahren in Stockheim und Neukenroth hatte sich Matthias Beck auf die frei gewordene Stelle in Bad Staffelstein beworben. Aufgewachsen ist der studierte Religionspädagoge in Baiersdorf bei Erlangen.

Kontinuität ist Matthias Beck ganz wichtig. Den ehrenamtlichen Pilgerbegleitern und dem Besuchsdienst "Grüne Damen" an der Schön-Klinik wird er zur Seite stehen und die Firmvorbereitung ist einer seiner dienstlichen Schwerpunkte. Zudem möchte er Pfarrer Georg Birkel künftig in der Trauerarbeit entlasten. Dafür benötige er jedoch noch die Zusatzqualifikation "Feier des Begräbnisses", denn dieses sensible Thema sei bewusst aus der normalen Ausbildung herausgenommen.

Wie wird Kirche interessanter?

Zusammen mit den Katholiken des Seelsorgebereichs Banzer Stift-Bad Staffelstein Lautergrund (ca. 8300 Katholiken auf 133 Quadratkilometern) möchte er herausfinden, wie Kirche interessanter werden kann - gerade für jüngere Menschen möchte er Ansprechpartner sein.

Mit Matthias Beck wird sicher frischer Wind in die Pfarrgemeinde und in die ökumenische Urlaubsseelsorge kommen. Alles umkrempeln will er nicht, lediglich an Stellschrauben drehen. "Wie können wir Kirche attraktiver machen für junge Familien?", fragt er. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Gemeinde will er vielleicht auch den einen oder anderen neuen Weg beschreiten.

Organisatorische Neugestaltung

Gespannt ist Matthias Beck auf die Ereignisse, die 2019 bevorstehen, wenn der Staffelsteiner Seelsorgebereich mit dem Pfarreienverbund Ebensfeld (ca. 4280 Katholiken auf 66 Quadratkilometern) zusammengelegt wird. Die neuen Seelsorgebereiche sollen bis zum 31. Januar 2019 sogenannte Kooperationsvereinbarungen unterzeichnen. Danach beginnt eine dreijährige Umsetzungsphase. Bis zum 30. September 2022 soll die Neugestaltung der Seelsorgebereiche abgeschlossen sein.

Die Aufgabe, hierbei mitwirken und das mit ausgestalten zu dürfen sei eine Herausforderung, auf die er sich freue.