Rauchschwaden ziehen über den beschaulichen Stadtteil von Bad Staffelstein, eine Sirene ertönt und viele fleißige Feuerwehrmänner und -frauen rücken aus. Zugegeben: Großbrände sind in Kümmersreuth eher eine Seltenheit. Trotzdem sind Ortswehren von unheimlich hoher Bedeutung, und daher wird alles daran gesetzt, dass sie flächendeckend erhalten bleiben. Dazu gehört auch, dass sie so ausgerüstet sind, dass sie im Ernstfall schnell handeln können. Die Freiwillige Feuerwehr Kümmersreuth wünscht sich daher ein neues Gerätehaus.

"Es soll allerdings nicht nur ein Feuerwehrhaus werden, sondern auch Platz für einen Gemeinschaftsraum bieten", sagt der Vorsitzende der FFW Kümmersreuth, Georg Heidenreich. Der Gemeinschaftsraum biete dann Platz, wenn in zwei oder drei Jahren keine Gaststätte mehr im Ort ist, damit die Bürger einen Platz haben, um sich zu versammeln.

Bau aus den 60ern

Das aktuelle Feuerwehrhaus in Kümmersreuth stammt aus den 1960er Jahren und entspricht nicht mehr den aktuellen Vorschriften.

Ein Grundstück wurde von der Stadt bereits gekauft, momentan stehen aber noch ein Gebäude und eine Garage auf dem Gelände. "Ich denke, dass die Stadt es nach der Kommunalwahl abreißen wird", sagt Georg Heidenreich. "Aber bis das neue Haus dann gebaut wird, wird es noch eine Weile dauern", vermutet er. Dazu muss der Neubau erst einmal in den Jahreshaushalt der Stadt Bad Staffelstein aufgenommen werden, da die jeweilige Stadt für die Ausrüstung der Feuerwehren zuständig ist.

Bei dem Neubau müssen sich die Feuerwehrleute und die Stadt allerdings auch an gewisse Richtlinien halten. "Wenn wir nicht die Bauvorschriften, die vorgegeben werden, umsetzen, dann bekommen wir keine Zuschüsse", sagt Heidenreich. Er verweist aber darauf, dass bei einem Treffen mit Bürgermeister Jürgen Kohmann bereits eine erste Skizze vorgelegen habe.

Wann das Feuerwehrhaus mitsamt des Gemeindesaals angegangen wird, ist noch unklar. Über den kommenden Haushalt verhandelt der Stadtrat von Bad Staffelstein am 18. März in einer öffentlichen Sitzung. Erst danach kann über konkrete Maßnahmen im nächsten Jahr gesprochen werden, erklärt dazu Bürgermeister Jürgen Kohmann.