Eine unerklärlich hohe Abnahme der Einwohner in Höhe von 4,7 Prozent musste Schwürbitz 2018 verkraften, wie Bürgermeister Helmut Fischer in der Bürgerversammlung mitteilte.

Zum Vorziehen der Badesaison am Rudufersee sollte bedacht werden, dass dies hohe Kosten verursachen würde. Die Toilettencontainer sowie die Grünanlagen müssten täglich gepflegt werden. Die rund 44 000 Besucher finanzierten anhand der Parkgebühren die Badefreuden. Man verzichte bewusst auf Eintrittsgelder, um die Fußgänger und Fahrradfahrer zu fördern, sagte Fischer. Interessant seien die Ausreden der Parksünder, die von weggeblasenen Tickets bis zum angeblichen Defekt des Automaten reichten.

Wem geht da ein Licht auf?

Beim Umstellen der Straßenbeleuchtung auf LED gäbe es etwa 50 bis 70 Problemfälle, die momentan abgearbeitet werden. Sollten "dunkle Stellen" bemerkt werden, bitte die Gemeinde um Meldung.

Da jeder Gemeindeteil eine Mitfahrbank erhalten habe, wäre es schön, wenn die Autofahrer mit offenen Augen daran vorbeifahren und eventuelle Fahrgäste mitnehmen würden.

Der Spielplatz am Kindergarten in Schwürbitz musste in nicht unerheblichen Maßen neu angelegt werden. Bei einem Gesamtaufwand von 15  000 Euro habe die Gemeinde die Hälfte aufgewendet. Im gesamten Gemeindegebiet seien Bauplätze rar. Derzeit seien noch 14 gemeindliche verfügbar.

Wichtige Themen waren unter anderem die Deichnachrüstung, die Weiterführung der Sanierung der Kläranlage, die restliche Breitbanderschließung, die Anlegung eines Urnengrabfeldes, die Sanierung der Mainbrücke sowie die Errichtung des Schwürbitzer Hortes mit 50 Plätzen.

In der Diskussion interessierte sich Stefan Motschenbacher für die Brenndauer eines LED-Moduls. Man war sich einig, dass die handelsübliche Brenndauer etwa 30 000 Stunden betrage. Bürgermeister Helmut Fischer betonte, dass sich die Anschaffungskosten in achteinhalb Jahren amortisiert hätten. Bezugnehmen auf die E-Mobilität warf Alfred Witzgall ein, dass die Gemeinde Zulieferer der Automobilindustrie beherberge. Daran hingen auch viele Arbeitsplätze sowie Gewerbesteuereinnahmen. Diese Entwicklung wurde als problematisch bewertet.

Hoch her ging es in Sachen Hort und Erhalt der Grundschule. Stefan Motschenbacher wollte Fakten bezüglich des Hortes wissen. Gemeinderätin Judith May erklärte die Varianten, die zur Entscheidung gestanden haben. Die Containerbauweise sei abgelehnt worden, da es im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt wäre. Zudem stelle dies nur eine Übergangslösung dar. Da aber nicht davon ausgegangen werden könne, dass die Grundschule wegfällt, um den dann frei werdenden Platz nach der Containernutzung für den Hort zu beanspruchen, habe der Gemeinderat den Anbau an die Turnhalle beschloss. Zur Integration einer Bühne müsse es einen Verbindungsgang von der Turnhalle zum Hort geben. Dieser wäre dann aber so lang, dass ein Stürzen der Kinder ein erhebliches Unfallrisiko darstelle. Deshalb sei die Errichtung einer Bühne abgelehnt worden.

Patrick Lindner sprach die mangelnde Sauberkeit der Turnhalle an. Stefan Motschenbacher sorgte sich um den Erhalt der Grundschule. Bürgermeister Fischer erläuterte, dass man sie hergerichtet und saniert habe. Falls jedoch eine Ganztagschule Pflicht werden würde, wäre eine Verpflegung in Schwürbitz wegen der fehlenden Küche nicht möglich. Nur dann müsste über eine Verlagerung nach Michelau nachgedacht werden.

Zur Frage nach dem Hochwasserschutz verwies das Gemeindeoberhaupt auf den bestehenden Planfeststellungsbeschluss, welcher in der Gemeinde und im Landratsamt eingesehen werden könne.

Wolfgang Schubert erwähnte noch den sehr schlechten Zustand der Verbindungsstraße Oberreuth-Trübenbach. Da diese aber im Landkreis Coburg liegt, und die dortigen Landräte und Bürgermeister keine Notwendigkeit sähen, könne die Gemeinde Michelau die Situation nicht ändern.