Matthias Einwag

Zu einem Urlaubstag am Meer gehört für viele ein cooler Drink. Die Obermain-Therme hat alkoholische und nicht alkoholische Cocktails in den beiden Bars auf der Karte. Ihren Gästen möchte die Therme jedoch im Sommer zusätzlich etwas Besonderes bieten: Drei Cocktails, die nicht auf jeder Karte zu finden sind und deren Rezepturen der Kreativität der Einsender des Wettbewerbs "Mix dich berühmt" entsprungen sind.
Im Frühjahr hatte die Therme dieses Wettbewerb ausgelobt. 58 Rezepte gingen daraufhin ein, die nun von den professionellen Barkeepern Marie-Sophie Rink und Benni Herr in der Sauna-Bar gemixt wurden, damit eine sechsköpfige Jury daraus die drei besten ermittelt.
In drei Gruppen machte sich die Jury ans Werk - nach vier Stunden standen die Sieger fest. Zuvor aber galt es, die vielen wohlschmeckenden und phantasievoll garnierten Cocktails nach Geschmack und Aussehen zu benoten.
Die Auswahl fiel den Juroren - Gabi Heller, Claudia Kestel, Uli Noll, Diana Geißendorfer, Hans Josef Stich und Matthias Einwag - nicht leicht. Denn viele der Eigenkreationen hätten es verdient, einem größeren Publikum gereicht zu werden.


Phantasievolle Namen

Schon allein die Namen der Cocktails waren mit Lokalkolorit ("Querkalas Liebling") und einem Augenzwinkern ("Dragonfly Inn") gewählt. "Italian Mom" und "Maintal Bech", "Endlos-Sommer", "Maracuja Passion" und "Apfelstrudel 2.0" galt es zu testen.
Natürlich bestand die Garnierung von "Mon Cherie" aus einer Kirschpraline, selbstverständlich war die "Rote Moni" nicht blau. Und welche Farbe "Cool Kermit" hatte, ist wohl ebenfalls leicht zu erraten, denn er erinnert an den gleichnamigen Frosch der Muppet-Show. Die Farbe von "American Glory" freilich hätte nur im Entferntesten an die Haarfarbe von Donald Trump denken lassen.
Insgesamt aber trafen die Einsender der Rezepturen das Thema Sommer-Cocktail gut. Die Zutaten bestanden zumeist aus fruchtigen, knallbunten Säften und Alkoholika. Thermen-Werkleiter Hans Josef Stich witzelte: "Etwas mit Zimt und Lebkuchen wär' nicht so gut."
Deshalb wurden die fränkisch benannten Mittelfeld-Noten "subbär" und "bassd scho" häufiger vergeben als das vernichtende "bäääh" oder auch das vorzügliche "bombich". Unangefochten als beste Cocktails kristallisierten sich "Emil" (warum nicht? Einen "Hugo" gibt's ja schon), "Fruity Lemon" und "Endlos Sommer" heraus.