Schräg, schrill und ausgelassen - die Stimmung an der Straßen war wie immer, ob wohl es zum "verflixten 13. Jahr", dass die EKG als Motto ausgegeben hatte, in diesem Jahr besonders ungemütlich auf der Straßen war. Das Thermometer an der Sparkassenfiliale in Ebensfeld zeigte minus drei Grad an, doch gefühlt war es viel kälter, denn es wehte ein kräftiger Nordwind an diesem Faschingsdienstag durch die Straßen. Vor allem am Sportplatz, wo sich die Wagen ab 13 Uhr zum Zug formierten, pfiff es ordentlich - und ein gutes Kostüm war an diesem Tag eine Verkleidung, die Schutz vor dem unangenehmen Wetter bot. "Schön warm", meinte der zweite Bürgermeister von Ebensfeld, Hauke Petersen, über sein Schweinchenkostüm in plüschrosa.

25 Gruppen zählte Zugmeister Norbert Pornschlegel in diesem Jahr, drei weniger als beim vergangenen Mal. Das fiel nicht auf, als die Narren an der Fußgängerampel in der Hauptstraße vorbeikamen, stellte Kommentator Peter Zapf wie immer die Gruppen vor, kurz vor dem Start war er mit Stift und Block unterwegs, um sich Notizen zu machen.

Der Zug setzte sich gegen 13.30 Uhr in Bewegung, es dauerte etwa eine Stunde, bis er durch Ebensfeld gezogen war. Mit dabei waren Wagen und Gruppen aus den benachbarten Gemeinden Zapfendorf oder Bad Staffelstein, den Schwerpunkt bildeten Formationen aus dem Raum Ebensfeld.

Gedanken der Narren sind frei - das spiegelte sich auch auf den Wagen wider. Neben lokalen Ereignissen wie dem Bau der ICE-Trasse und den Tunneln fanden auch die Themen Energiewende, Samenspende und Berliner Flughafen ihren Platz - oder das Genre Volksmusik wurde durch den Kakao gezogen. Oder der benachbarte SKK Staffelstein warf Kunstschnee mit einer Kanone um sich, um für Winter-Gefühle zu sorgen.