Der Hebesatz wird sich für das Haushaltsjahr 2013 auf 46,5 Prozentpunkte belaufen. Möglich wird dies durch eine Entlastung bei der Bezirksumlage, die in gleicher Höhe an die Städte und Gemeinden weitergegeben werden soll, sowie durch Mehreinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen vom Staat.

Der Neubau eines Krankenhauses stellt einen Kraftakt dar, auch wenn sich der Landkreis einer hohen Bezuschussung durch den Freistaat sicher sein kann. Von den mit 114,3 Mio. Euro kalkulierten Gesamtkosten dürften unterm Strich nach dem aktuellen Stand der Berechnungen rund 18,5 Mio. am Landkreis "hängen bleiben". Tatsächlich muss er aber in der Bauphase bis zum Jahr 2014 rund 34,8 Mio. Euro bereitstellen, weil er die Vorfinanzierung übernimmt beziehungsweise der Klinikum-GmbH ein zinsloses Darlehen gibt.

Wenn der jetzt präsentierte Kreishaushalt eine Senkung der Kreisumlage um einen Prozentpunkt auf 46,5 % vorsieht, ist gewiss, dass auf die Kommunen nach dieser Entlastung bald höhere Ausgaben zukommen. Rein rechnerisch könnte zur Finanzierung des neuen Klinikums aus heutiger Sicht die Umlage in den Jahren bis 2016 um bis zu 3 Prozentpunkte steigen. Alle Investitionen und freiwillige Leistungen des Landkreises gelte es fortan einer strengen Prüfung zu unterwerfen, unterstrich Kämmerer Holger Stingl in seinem Vorbericht vor dem Kreisausschuss. Der Schuldenstand wird binnen dieses Jahres um 12 Mio. auf 38,6 Mio. Euro steigen und sich bis 2016 auf 62,9 Mio. erhöhen.

Das Volumen des Gesamthaushalts beträgt rund 60,8 Mio. Euro. Besonderen Zuschussbedarf haben darin die Bereiche Soziale Sicherung (8,8Mio. Euro) und Schulen (4,3 Mio. Euro). Der Haushalt wurde in der gestrigen Sitzung des Kreisausschusses eingebracht, wird in den kommenden Wochen beraten und soll am 22. April vom Kreistag beschlossen werden.