55 Herren- und Damen-Teams mit unerschrockenen Sandfetischisten torhungriger Natur und Torhütern, die genau das Gegenteil im Sinn haben, sorgten beim Beachsoccer-Cup in Isling am Pfingstwochenende wieder für ein höchst unterhaltsames sportliches Spektakel.
Den Siegerpokal in die Höhe recken durften dabei wie schon 2013 und 2014 einmal mehr die Jungs von der "Hamsterbande" aus Ebensfeld. Bei den Damen sorgten die "Liletten" aus Stegaurach gleich bei ihrer Premiere für Furore.
Die Herkunft der teilnehmenden Teams sprach Bände. Herren- und Frauenteam des Teams "Boga" kamen aus Schleswig-Holstein, auch "HFM" aus der niedersächsischen Landeshauptstadt war wieder mit von der Partie und mit dem FC Wholehunters sogar eine Mannschaft aus Tirol. Feiernd, singend und ihr Lieblingsteam anfeuernd verfolgten die Zuschauer auf der Tribüne die Partien. Jedes Tor wurde ausgiebig bejubelt, teils mit zuvor einstudierten originellen Choreografien.


Lustige Namen der Neulinge

Sieben Teams starteten zum ersten Mal beim "Beachsoccer-Cup" auf dem mit Unmengen an Sand präparierten Spielfeld auf dem Sportgelände der Spielvereinigung Isling. Der "FC Schnell Müd" aus Birkach, die "Rasselbande" aus Ebensfeld oder die "Lokomotive Lattendicht" aus Lichtenfels - die lustigen Namen der Neulinge in der Herrenkonkurrenz täuschten sportliche Harmlosigkeit nur vor. "Lattendicht" schaffte es nach problemloser Vorrunde und Siegen gegen SC Hütte, anschließend eben genannte "Rasselbande" sowie im Halbfinale gegen Turbine Michelau gar bis ins Endspiel. Dort wartete mit der erfahrenen "Hamsterbande" aus Ebensfeld freilich ein ordentliches Kaliber. Nicht umsonst hatten die "Hamster" bereits 2013 und 2014 sich in die Siegerliste eintragen dürfen, bewiesen auch diesmal Nervenstärke, als es im Viertelfinale gegen die "Sandmännchen" und gegen LOK Lichtenfels im Halbfinale jeweils bis ins Neunmeterschießen ging. So bot sich der "Hamsterbande" die Gelegenheit, als erstes Team in der Historie des Beachsoccer-Cups überhaupt zum dritten Mal den Wettbewerb zu gewinnen - und sie nutzten sie: Die "Hamster" gingen früh in Führung, "Lattendicht" verpasste einige Chancen zum Ausgleich, kurz vor Spielende machten die Ebensfelder den Deckel drauf, gewannen letztlich das Finale mit 2:1. "Hamsterbande, Hamsterbande, he, he, he", sangen die tanzenden Spieler ausgelassen.
Nicht weniger engagiert zur Sache ging es bei den Frauen. Dabei zogen die "Michlaarer Beachkrüetla" zum mittlerweile vierten (!) Mal in Folge ins Finale ein. Im Endspiel hatten es die "Beachkrüetla" dann mit dem FC Liletten aus Stegaurach zu tun. Das Team aus dem Nachbarlandkreis sorgte im Laufe des Turniers mit einer makellosen Vorrundenbilanz (vier Siege) und ungefährdeten Siegen in Viertelfinale (4:0 gegen "Früchtchen mit Schuss" aus Michelau/Hochstadt) und Halbfinale (3:0 gegen "Fränkische Pflaumen" aus Schwabthal) zum einen sportlich für Aufsehen, aber genauso in Sachen Stimmung. Als der beim Beachsoccer-Cup mittlerweile fast zur Institution gewordene "Gaasmoos-Schirmherr" Fred sich im Turnierverlauf immer mehr, seine Rolle als Gaudi-Co-Kommentar neben "Stadionsprecher" Daniel Zeulner vergessend, als Fan der "Liletten" outete, machten die Akteurinnen aus Stegaurach den Spaß mit und trugen den mit vereinten Kräften in die Höhe gehievten Fred nach dem Halbfinalsieg auf Händen über den Platz. "Hoffentlich haben sich die Mädels keinen Bruch geholt", meinte diese anschließend grinsend.
Und so gönnte am Ende jeden dem Damenteam des FC Liletten, die bei ihrer ersten Teilnahme dann auch das Finale mit 3:2 gewannen, diesen Triumph von Herzen.


"Beachkrüetla" führten

Fair gratulierten auch die Spielerinnen aus Michelau, die im Verlauf des Endspiels fast schon eine Hand am Siegerpokal hatten. Die "Beachkrüetla" führten zwischenzeitlich nämlich sogar mit 2:1. Doch die "Liletten" drehten noch das Spiel und sangen - zusammen mit Fred - ausgelassen "Humba, Humba, Humba tätärää ...".
Ebenfalls aufs Podest kletterten als jeweils Drittplatzierte die LOK Lichtenfels bei den Herren beziehungsweise bei den Damen die Mannschaft "Barfußbetrieb" aus Bad Staffelstein, konnten sich wie die Finalteams über Pokal und eine kleine ausgelobte Siegprämie freuen. Verdienten Applaus erhielt- das soll an dieser Stelle ebenfalls gewürdigt werden - der E-Jugend-Nachwuchs für sein Einlagespiel. Die Jungen und Mädchen des FV Mistelfeld sowie des FC Hochstadt standen in Sachen Ehrgeiz den "Großen" in nichts nach.
Ob alte Beachsoccer-Hasen oder Mannschaften, deren Akteure sich erstmals in Isling als sportliche Sandwürmer betätigten - alle Teams hatten ihren Spaß und trugen beim dem fröhlichen Fest mit seiner wieder familiären Atmosphäre zum Gelingen bei. "Toll, dass Ihr alle mitgemacht habt", sprach Volker Denscheilmann vom Organisationsteam der einmal mehr kompetent ausrichtenden Spielvereinigung allen teilnehmenden Teams seinen Dank aus. Dieser gelte aber ebenso den Hunderten Helfern, die während der in Isling wieder im Einsatz waren, vom Ausschank bis zum BRK. "Nächstes Jahr werden wir wieder durchstarten", versprach Denscheilmann grinsend. Wer die tolle Stimmung in Isling miterleben durfte, wird jetzt schon wissen, was er an Pfingsten 2019 vorhat.