Es war ein besonderer Tag im Ortsteil Lettenreuth, der Gemeinde Michelau. 16 Jugendlichen spendete Regionaldekan und Domkapitular Thomas Teuchtgräber das Sakrament der Firmung. Zusammen mit Dekan Lars Rebhan und Monsignore Wolfgang Witzgall der aus Schneckenlohe stammte zelebrierte er den Gottesdienst. Die Jugendlichen aus Marktgraitz, Redwitz, Schneckenlohe und Lettenreuth hatte Pastoralreferent Johannes Haaf auf die Firmung vorbereitet. Mit einer herzlichen Begrüßung der Firmlinge für den hohen Gast hatte der Festgottesdienst seinen Anfang genommen. In der katholischen Kirche ist die Firmung die Fortführung der Taufe und bildet vereint mit dieser und der Eucharistie die wesentlichsten Sakramente im christlichen Glauben. Die Firmung wird als Gabe der Kraft des Heiligen Geistes an den Gläubigen verstanden, erklärte Teuchtgräber.

" Abenteuer - Glauben - Leben" war das Leitmotiv des Gottesdienstes. Den Glauben an den heiligen Geist verglich er mit Abenteuer im Leben, bei welchen man im Vornherein niemals sagen könne, wie sie enden. "Abenteuer verbunden mit Glauben heißt Vertrauen haben zum heiligen Geist. Dieser wirkt in den Menschen. Großzügigkeit, Freundschaft, Freude und Vertrauen in unserem Nächsten in Familie und Umfeld sind dazu die Attribute", so Teuchtgräber. Daher sei es eine Auszeichnung, wenn man gefragt wird, ob man die Patenschaft bei einer Firmung übernehmen möchte. Dazu gehören Freundschaft und Vertrauen, das auf geistiger Basis geschieht. "Ein guter Geist kann viel bewirken und der Glaube im Geist kann Berge versetzen. Deshalb ist es doch wunderbar, dass ihr mit Gottes Geist das Abenteuer Leben vor euch habt" so der Domkapitular weiter.


Salbung als äußeres Zeichen

Als äußeres Zeichen wird es mit der Salbung des Hauptes mit kostbaren "Chrisamöl" sichtbar. Es ist ein alter Ritus der früher der Salbungen von Königen vorbehalten war. Dieses Chrisam soll in alle eindringen und so unter die Haut gehen. "Gott begleitet uns auf den Wegen unseres Lebens im Geiste und sprichwörtlich unter die Haut. So bekommen Lebenssituationen einen besonderen Wert", sagte Teuchtgräber. Nach der Spende des Sakraments erneuerten die Firmlinge ihr Taufversprechen. Nach diesem offiziellen Ritus wurde der Gottesdienst von jugendlicher Leichtigkeit getragen. So wurden die Fürbitten selbst gestaltet. Beim "Vater Unser" nahmen sich alle an den Händen und bildeten so ein große Kette. Die Redwitzer Kirchenband "Unikat" trug mit moderner Kirchmusik das ihre dazu bei. Am Schluss des Gottesdienstes galt der Dank Pastoralreferent Johannes Haaf und alle die diesen Festtag vorbereitet hatten.