Zu einem faszinierenden Ort machen den Staffelberg viele erd- und menschheitsgeschichtliche Fakten sowie Märchen und Mythen. Er übt eine seltsam magische Faszination auf den modernen Menschen aus. Das mag zum einen am interessanten geologischen Aufbau und der vielfältigen Flora liegen, zum andern aber sicherlich daran, dass der Berg über Jahrtausende hinweg von vielen Generationen besiedelt worden ist. In jüngster Zeit finden am Staffelberg wissenschaftliche Grabungen statt, die neue Erkenntnisse zur Besiedlungsgeschichte bringen sollen. Im Zuge dieser Grabungen wird ein keltisches Zangentor an der Nordwestseite rekonstruiert, das an genau dieser Stelle als Verteidigungsanlage nachgewiesen werden konnte.

Es gibt viele Wege, über die der Wanderer das akropolisartige Hochplateau erreichen kann. Wir stellen auf dieser Seite fünf davon schematisch vor. Wer den Staffelberg ersteigen möchte, muss nicht unbedingt Karte und Kompass mitnehmen, denn die Wege zum Gipfel sind ausgeschildert. Empfehlenswert ist es aber doch, eine Wanderkarte im Maßstab 1:50 000 bei sich zu haben.

Einkehrmöglichkeit in der Klause

Die Staffelbergklause ist von April bis Ende Oktober jeweils montags sowie mittwochs bis samstags von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Dienstag ist Ruhetag. An Sonn- und Feiertagen ist die Klause von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Von Dezember bis März werden Gäste zu folgenden Zeiten bewirtet: Freitags von 14 bis 22 Uhr, samstags von 12 bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags von 9 bis 22 Uhr. Im November ist Betriebsurlaub.

Wer ein bisschen mehr Zeit hat und wem ein steiler Aufstieg nichts ausmacht, der sollte die Route 1 wählen, die vom Staffelsteiner Stadtrand aus auf den Gipfel führt. Wer unterwegs nicht allzu oft stoppt, um die Aussicht aufs Maintal oder auf den benachbarten Banzberg zu genießen, der schafft diesen Weg in einer knappen Stunde. Derzeit werden die Wanderer unterhalb der Felskrone noch umgeleitet, weil die archäologischen Grabungen laufen.

Doch Vorsicht: Diese Route ist gerade an schönen Tagen sowie an den Osterfeiertagen stark frequentiert. Wer lieber allein mit sich und der Natur ist, dem sei empfohlen, die Routen 2 und 3, von Loffeld oder Stublang aufs Hochplateau zu nehmen. Eine weitere Variante böte sich von Horsdorf aus an.

Vom Wallfahrtsort Vierzehnheiligen aus auf den Staffelberg zu wandern, ist ebenfalls sehr reizvoll. Die Route 4 bietet in Vierzehnheiligen die Möglichkeit, die Basilika zu besuchen und nach Abschluss der Wanderung in der Brauerei oder einem der Gasthöfe einzukehren. Der Weg führt vom Wallfahrtsort aus zunächst steil bergauf; auf der Hochfläche geht der Wanderer mehrere Kilometer auf ebenen Flurbereinigungswegen, die am Alten Staffelberg und am markanten Spitzberg vorbei verlaufen. Er durchquert dann das Areal der ehemaligen keltischen Stadt, deren Ausmaß durch die erhaltenen Wälle deutlich erkennbar ist. Erst die letzten wenigen hundert Meter führen steil bergan zum Hochplateau hinauf.

Kurzer Spaziergang mit Steilanstiegen

Wer sich nur eben mal einen Eindruck von der Topographie der einstigen Keltensiedlung Menosgada verschaffen möchte, dem sei Route 5 empfohlen: Vom Wanderparkplatz oberhalb von Romansthal ist der Gipfel des Bergs für gute Wanderer in einer knappen halben Stunde zu erreichen; zwei kurze steile Anstiege sind jedoch zu bewältigen.