Der ehrenamtliche Dienst "Einsatzleiter Rettungsdienst" des BRK-Kreisverbandes Lichtenfels nennt in seinem Bericht über das vergangene Jahr 2012 beeindruckende Zahlen: Die Rotkreuzler wurden zu 97 Einsätzen - das sind 16 mehr als im Vorjahr - alarmiert und waren zirka 420 Stunden ehrenamtlich im Notfalleinsatz tätig. Derzeit sind neun Rotkreuzler in der Einsatzgruppe aktiv, die im Jahr 2010 ins Leben gerufen worden ist.

"Ich danke allen aktiven Einsatzleitern und unseren Rotkreuzkameraden für ihre Einsatzbereitschaft und die tolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr", sagte Tobias Eismann, der ehrenamtliche Leiter der BRK-Gruppe. Von den 97 Einsätzen entfielen über die Hälfte auf Hilfeleistungen bei Bränden (39) und Verkehrsunfällen (21). Aber auch zu Berg- und Drehleiterrettungseinsätzen sowie zur Mithilfe bei der Wasserrettung wurden die Helfer des Roten Kreuzes 2012 angefordert.

Hervorzuheben sei laut Tobias Eismann vor allem die hervorragende Zusammenarbeit mit den Freiwilligen der Feuerwehren sowie den Einsatzkräften der Polizei und anderer Institutionen im Einsatzgeschehen.


Lob für ehrenamtliche Tätigkeit

"Den Aktiven gebührt großer Dank, denn sie leisten einen wertvollen Beitrag in der Notfallrettung und helfen damit, die Versorgung der Bevölkerung unserer Region durch das Rote Kreuz dauerhaft sicherzustellen", freute sich der BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak. Besonders hervorzuheben sei die Tatsache, dass all diese Stunden ehrenamtlich geleistet wurden. Ein solches Engagement sei heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich. "Umso mehr freut es uns, dass das Rote Kreuz einen solchen Beitrag zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahr leisten konnte", fuhr Petrak fort.

Der BRK-Kreisverband Lichtenfels hatte den ehrenamtlichen "Einsatzleiter Rettungsdienst" 2010 ins Leben gerufen, damit die Aktiven ihren Dienst möglichst effizient verrichten können. Ein Einsatzfahrzeug und die notwendige Ausrüstung wurden angeschafft. Für die Anschaffung des Fahrzeuges wurden über 15.000 Euro investiert. Ein Teil dieses Betrages konnte über Spenden finanziert werden, der Rest wurde durch Eigenmittel des Roten Kreuzes gedeckt.

Alle ehrenamtlich Aktiven verfügen durch langjährigen haupt- oder ehrenamtlichen Einsatz im Rettungsdienst über viel Erfahrung in der Notfallrettung und sind so bestens für ihre Aufgabe gerüstet. Der "Einsatzleiter Rettungsdienst" koordiniert bei größeren Schadenslagen oder bei Einsätzen, an denen mehrere Fachbereiche zusammenarbeiten, die Einsatzmittel der unterschiedlichen Hilfsdienste. Er organisiert als verlängerter Arm der Rettungsleitstelle das Geschehen vor Ort an der Unfallstelle und sorgt so für einen effizienten Ablauf der Rettung und für die Versorgung der Verletzten.


Aufgaben der Ehrenamtlichen

Die wichtigsten Aufgaben der ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind das Erfassen und Weiterleiten der Lage am Unfallort, die Korrespondenz mit der Rettungsleitstelle, die Koordination der Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsdienste und die Organisation der Versorgung und des Transportes der Patienten.

Der Leiter des BRK-Rettungsdienstes, Klaus Rübensaal, freut sich, denn "der Einsatzleiter Rettungsdienst ist eine sinnvolle Ergänzung unseres qualifizierten Rettungsdienstes", denn er helfe, die Versorgung von Notfallpatienten noch effizienter zu gestalten. Die hauptamtlichen Einsatzkräfte könnten sich nun ganz auf die notfallmedizinische Versorgung der Patienten konzentrieren, während der "Einsatzleiter Rettungsdienst" das Geschehen koordiniere.