Genau vor einem Jahr wurde Christian Meißner (CSU) als neuer Landrat vereidigt. Bei der Jahrespressekonferenz hielt er nicht nur Rückschau, sondern widmete sich auch künftigen Aufgaben.
Vordringlich seien die Ortsumgehung von Weismain und der Ausbau der Staatsstraße 2191 zur Autobahn A 70. Dann könne endlich das Kleinziegenfelder Tal für den Schwerlastverkehr gesperrt werden. Auch wenn der Landkreis sich an den Kosten beteiligen müsse, wolle man in Eigenregie die Straße als Kreisstraße bauen, damit das Projekt nicht auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben werde. Eine Änderung der Trassenführung oder den Protest des BN erwarte er nicht.
Bei der Sanierung der Obermainhalle in Burgkunstadt, die im Besitz des Landkreises ist, sehe es schwierig aus. Zum einen müsse sich die Kommune einig werden, wann und wo ein geplantes Lehrschwimmbecken gebaut und ob ein neues Sportzentrum gegenüber des Gymnasiums und der Realschule gebaut werde. Eine Sanierung der Tribüne hänge mit den finanziellen Möglichkeiten des Landkreises zusammen, sagte Meißner, obwohl er wisse, dass die Sportvereine gern ihre Zuschauer bei überörtlichen Veranstaltungen dort unterbringen wollten.
Mit der Teilnahme an der Bayerischen Ehrennamtskarte ab dem 1. Juli könne man nun das hohe ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger würdigen.
Wichtig sei die Zertifizierung des Landkreises Lichtenfels als Bayerische Gesundheitsregion. Am 7. September wurde das Qualitätssiegel durch Staatsminister Marcel Huber überreicht. Ziel sei es, die Gesundheitsregion weiter auszubauen und die Akteure im Bereich der Gesundheitswirtschaft enger miteinander zu verzahnen - sowohl von ihrer räumlichen Nähe her als auch durch funktionale Zusammenhänge.
Mit dem Angebot im Landkreis und dem Neubau des Helmut-G.-Walther-Klinikums seien bereits Voraussetzungen geschaffen worden. Am 24. Oktober erfolgte der erste Spatenstich. Für das Parkdeck rechne er mit der Fertigstellung im Frühjahr 2013. Meißner unterstrich, dass die Vergaben der Arbeiten an die Firmen genau geprüft werden.
Der Landrat dankte der Wirtschaft für eine niedrige Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent. Mit der Firma Baur wolle man die Gespräche fortsetzen, um doch noch zu erreichen, dass nicht so viele Mitarbeiter entlassen werden. Am 1. April 2014 wolle der Landkreis dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg beitreten.