Mit ihren beiden Salaten und einer ansprechenden Präsentation setzte sich Antonia Mönch beim hauswirtschaftlichen Berufswettbewerb der Landjugend an den berufsbildenden Schulen durch. Das Thema an der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Vierzehnheiligen lautete: "Salat to go - die neue Idee der Schulmensa".

Fünf junge Frauen stellten sich den Prüfungen in Theorie und Praxis. Mit 443 Punkten sicherte sich Antonia Mönch den ersten Platz und damit auch die Teilnahme am Bezirksentscheid im März in Bayreuth.

60 Minuten Zeit

Im praktischen Teil des Wettbewerbs sollte in 60 Minuten aus regionalen, saisonalen und frischen Lebensmitteln zwei Salate für die Mensa zubereitet werden. Die dafür benötigten Lebensmittel mussten die Schülerinnen selbst mitbringen, ebenso die Behälter, in denen der "Salat to go" präsentiert wurde. "Glas ist optimal, weil man es wieder und wieder verwenden kann", erläuterte Tanja Mertens, Lehrkraft für Speisezubereitung und Service. Papier würde durchweichen und Plastik ginge schon aus Gründen der Umweltverträglichkeit nicht.

Der Wettbewerb war durchaus anspruchsvoll. Eine große Herausforderung dabei waren die zeitlichen und organisatorischen Prüfungskriterien. Bewertet wurden unter anderen die Vorbereitung des Arbeitsplatzes, die Durchführung, Ordnung und Sauberkeit, Hygiene und eine fachliche Richtigkeit.

"Hauswirtschafterin ist ein wichtiger Beruf", erklärte BBV-Kreisgeschäftsführer Hans Rebelein. Ein sehr nachgefragter Beruf, den heute aber kaum noch einer lernen will. Deshalb sieht der Bauernverband im Berufswettkampf auch die Chance, den Beruf wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Die ländliche Hauswirtschaft war am Landwirtschaftsamt angesiedelt. In den 90er Jahren wurde der Bereich ländliche und städtische Hauswirtschaft zusammengelegt. Deshalb freut sich Rebelein umso mehr über die Teilnahme am Berufswettkampf.

"Saisonal und schmackhaft"

Konnten die Teilnehmerinnen schon bei der Zubereitung der Salate Punkte sammeln, war das bei der anschließenden Präsentation erst Recht der Fall. Unter den kritischen Augen der Jury galt es für ihre Version des "Salat to go" die "Werbetrommel" zu rühren. "Bunt, vitaminreich, saisonal und schmackhaft", erklärt Antonia Mönch die Vorzüge ihres Rote-Bete-Salats mit Feta, Feldsalat und Walnüssen.

Schmunzeln muss die Jury, als die junge Frau die Inhaltsstoffe der einzelnen Lebensmittel erklärte und auf die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und die verschiedenen Vitamine in den Walnüssen hinwies: "Auch die Schüler brauchen etwas Nervennahrung."

Eine andere Teilnehmerin hatte sich Gedanken darüber gemacht, wie sich die einzelnen Bestandteile ihrer Salatkreation optisch ansprechend in das Glas schichten lassen, ohne dass der Blattsalat durchweicht. Von Eva Schick kam der Hinweis auf den gesundheitlichen Nutzen einer ausgewogenen Ernährung vor dem Hintergrund des zunehmenden Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen.

Steckrüben und Meerrettich

Ein großes Lob kam von Kreisbäuerin Marion Wahrmuth. "Ihr habt mit euren ,Salat to go‘ den richtigen Weg eingeschlagen." Auch bei der fachlichen Prüfung, der namentlichen Zuordnung von zehn Wurzelgemüsesorten überzeugten die Teilnehmerinnen. Schließlich handelt es sich bei Gemüsen von Steckrüben über Meerrettich bis zu Schwarzwurzeln nicht um Alltäglichkeiten.

"Frauen, die gut kochen können, sind in der Männerwelt sehr begehrt", erklärte Holger Then, Jugendbeauftragter der Stadt Bad Staffelstein mit einem Augenzwinkern, bei der Preisverleihung in der Turnhalle der Schule.

Den zweiten Platz belegte Eva Schick (441 Punkte) und den dritten Platz Lisa Jörig (385 Punkte). Für die Besten auf Kreisebene geht es zum Bezirksentscheid nach Bayreuth. Anschließend steht der Landesentscheid an, danach der Bundesentscheid.