"Ich war fünf Minuten nach der Alarmierung vor Ort, doch da brannte schon alles lichterloh", sagt Kreisbrandinspektor Hermann Schuberth. Gegen 1.45 Uhr am Samstag hatte ein Taxi-Fahrer das Feuer in einem hölzernen Anbau der Firma Hosen-Meier entdeckt.

Die Hilfskräfte waren schnell vor Ort, rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei waren angerückt. Sie konnten verhindern, dass das Feuer auf das Firmengebäude selber übergriff, auch ein in der Nähe befindliches Wohnhaus blieb unversehrt.

In dem Anbau hatte der Firmeninhaber Geräte und Maschinen zur Waldarbeit eingelagert. Sie wurden beim Brand vollständig zerstört. Die Außenfassade der Firmengebäudes wurde zudem durch Hitze und Ruß stark in Mitleidenschaft gezogen.

Stoffballen sind unbrauchbar


Was jedoch schwerer wiegt: "Hosen Meier hat in Mistelfeld seine Musterwerkstatt", sagt Schuberth. In einem rund 50 Quadratmeter großen Raum waren dafür viele Stoffballen eingelagert gewesen. "Zwar fingen nur wenige von den Ballen selber Feuer, aber durch den Rauch sind die Stoffe unbrauchbar geworden. Der Lagerraum war recht voll."

Deshalb schätzt die Polizei den Schaden auf insgesamt 400.000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Der Kriminaldienst der Kripo Coburg hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

Die Firma Hosen-Meier besteht seit dem Jahr 1965 und war ursprünglich eine reine Hosenfabrik. Heute werden an vier Standorten 1000 Hosen täglich gefertigt, dazu kommt ein Fabrikverkauf in Mistelfeld sowie eine Verkaufsfiliale in Bad Staffelstein und die Modeboutique B&G Moden in Dörfles bei Coburg. Dort wird auch Mode weiterer Marken angeboten.