Wolfgang Herold ist jeden Tag auf der Baustelle. Mit Arbeitern und Bauleitern in Kontakt zu bleiben, das sieht der Stublanger Ortssprecher als seine Aufgabe an - und hofft, dass alles weiterhin rund läuft.

Ohne die üblichen Beeinträchtigungen geht es nicht. Wo gebaut wird, gibt es Lärm, Staub und Dreck. Das müssen die Anlieger erdulden. Manch einer mag da auch ungeduldig werden. Aber die gute Nachricht ist, dass bis jetzt die Vorgaben eingehalten werden. "Wir sind im Zeitplan", sagt Wolfgang Herold. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, werde der Bereich Dorfplatz nahe der Gastwirtschaft Hennemann samt Brunnengestaltung und Wassertretbecken bis Weihnachten abgeschlossen. Die Stadtverwaltung bestätigt diese Aussage. Stadtbaumeister Andreas Ender begleitet die Arbeiten engmaschig.

Das Herausreißen der Asphaltdecke und Erneuern der Versorgungsleitungen ist das Aufwendigste daran. Wasserleitungen und Hausanschlüsse werden neu gemacht. Damit will die Stadt Bad Staffelstein vermeiden, dass womöglich schon in wenigen Jahren der dann neu gepflasterte Bereich wieder aufgegraben werden müsste. Der Schmutzkanal ist relativ neu, der kann bleiben, wird aber zur Sicherheit mit einer Kamera befahren, um etwaige Schäden ausschließen zu können. Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) weist darauf hin, dass auch für schnelleres Internet am Döritzbach jetzt Vorkehrungen getroffen werden: Es werden Leerrohre für Breitband mitverlegt.

Die Stadt wird insgesamt wohl rund 1,07 Mio. Euro in die Hand nehmen müssen, aufgeteilt auf dieses und das nächste Haushaltsjahr. Und dabei erfährt das Vorhaben großzügige finanzielle Unterstützung. Im Sommer vergangenen Jahres stand fest, dass Stublang zu den Orten gehört, die von dem Förderprogramm Dorferneuerungs- und Infrastrukturprojekte profitieren werden. Für die Neugestaltung der Dorfmitte wurden zirka 871 900 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Aussicht gestellt. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent, allerdings netto, ohne Planungskosten. Das Geld wird erst nach der Abnahme fließen. Die Vorgaben sind genau einzuhalten. In der Summe werden in Stublang rund 1,94 Mio. Euro verbaut.

Bis Mitte nächsten Jahres soll die gesamte Baumaßnahme bis hinten zur ehemaligen Mühle/Anwesen Schorn abgeschlossen werden. Das wäre dann auch der Schlusspunkt der Dorferneuerung. Die Mitte des Ortes wird dann schöner sein, die Überfahrten über den Bach außerdem erheblich verbessert und sicherer, wie der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung, Anton Hepple, versichert hat. Die Kirchweih am zweiten Sonntag im Juli ohne Baustelle feiern zu können, das wäre der persönliche Wunsch des Ortssprechers.