Dies teilte die Pressestelle des Landratsamtes am Donnerstag auf Nachfrage mit.
Am Mittwoch werde das Gesundheitsamt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamtes Kronach prüfen, ob aus dieser Bewertung Schlüsse für das weitere Vorgehen gezogen werden können. Sollte Entwarnung gegeben werden können, endet die Pflicht zur Beprobung - wenn nicht, werde die Beprobung fortgesetzt. Pressesprecher Andreas Grosch teilte außerdem mit, dass in der letzten Märzwoche die Parameter für die Beprobung des Trinkwassers sogar erweitert wurden.

Frage nach Feuerwehrplan


Nach dem Brand am 14. März im Michelauer Industriegebiet musste mit hochgiftigen Substanzen kontaminiertes Löschwasser aus dem Kanalsystem abgepumpt, in Tanks gefüllt und zur Entsorgung gebracht werden. Teilweise ist es jedoch auch versickert.
Auf die Frage unserer Zeitung, ob es zutreffend ist, dass den Einsatzkräften für das Firmengebäude kein Feuerwehrplan vorlag und ob der Behörde dies bekannt war, antwortete das Landratsamt mit einem Hinweis auf die baurechtliche Genehmigung vor inzwischen 23 Jahren: "Im Baugenehmigungsverfahren wurde die Bayerische Versicherungskammer als seinerzeitiger Brandschutzsachverständiger gehört, Begehungen der damaligen Betriebsanlagen wurden von ihr durchgeführt. Die zum Brandschutz geforderten Auflagen wurden in die Baugenehmigung aufgenommen, die Baumaßnahme brandschutztechnisch von der Versicherungskammer abgenommen." Ein "unter Umständen bei Sonderbauten erforderlicher Feuerwehrplan" sei in der Bauvorlagenverordnung erst seit der Gesetzesnovelle von 2008 beispielhaft aufgezählt, seine Notwendigkeit sei vom jeweiligen Brandschutzsachverständigen zu beurteilen.

Längere Arbeitsunfähigkeit


Ein Feuerwehrplan dient den Einsatzkräften zur schnelleren Orientierung und gibt Aufschluss über besondere Gefahrenpunkte. Bei dem Einsatz bei Metob waren zwölf Wehrleute verletzt worden, unter anderem durch den Kontakt mit ätzenden Chemikalien. Derzeit sind, wie der Pressesprecher des Landratsamtes mitteilte, noch zwei Michelauer Feuerwehrleute arbeitsunfähig, einer werde am Dienstag seine berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen, der andere sei bis zum 22. April krankgeschrieben.
In einer Pressemitteilung gab die Firma Metob am Donnerstag bekannt, dass im Michelauer Werk wieder produziert werde. In dieser Woche wurden demnach die automatische Pulverbeschichtungsanlage und eine weitere Anlage wieder in Betrieb genommen. Zwei weitere Beschichtungsanlagen sollen am heutigen Samstag wieder angefahren werden.