Das Zeremoniell ist das gleiche wie alle Jahre: Der Trommlerzug aus Wallenfels betritt mit rasselndem Spiel den Platz mit dem Ehrenmal neben der Basilika. Dort haben sich bereits die Angehörigen der rund 90 teilnehmenden Soldaten- und Reservistenkameradschaften versammelt. Hinter dem Ehrenmal bilden die zahlreichen Fahnen und Standarten einen würdigen Rahmen, und mehrere Böllerschüsse geben dem Zeremoniell ein militärisches Gepränge.

Waren es vor einigen Jahren noch 120 und mehr Kameradschaften, die am ersten Mai-Sonntag zur Friedenswallfahrt nach Vierzehnheiligen zogen, so sind es nun gerade noch 90. Der Umbau der Streitkräfte und das Wegfallen der Wehrpflicht hat wohl inzwischen auch dazu geführt, dass kaum noch junge Männer unter den Teilnehmern sind.

Von gelebter Kameraschaft

Die Festansprache vor dem Ehrenmal hält in diesem Jahr der Reserveoffizier Thomas Kraupitz. Der Architekt und Hauptmann d. R. spricht über seine Einsätze mit dem Euro-Korps, über gelebte Kameradschaft und erlebtes Gemeinschaftsgefühl bei US-Soldaten, die den Irak-Krieg erlebt haben.

Immer wieder werden von der Staffelsteiner Nothelfer-Kapelle Musikstücke eingespielt, etwa das Lied vom Guten Kameraden. Dann legen BKV-Bezirksvorsitzender Josef Proksch und Hauptmann d. R. Thomas Kraupitz am Ehrenmal einen Kranz nieder. Damit erinnern sie an all die Opfer von Kriegen, und besonders auch an die Soldaten der Bundeswehr, die in den vergangenen Jahren bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen sind. Nach dem offiziellen Teil der Feier am Ehrenmal treffen sich die Angehörigen der Kameradschaften zum Mittagessen und um sich zu unterhalten. Am Nachmittag zieht die Friedenswallfahrt dann zu Fuß wieder den Berg hinunter - dorthin, von wo sie am Vormittag auf den Berg losgezogen war, zum Beginn des Wallfahrerwegs nach Reundorf.